ESC 2026: Zweites Semifinale bringt den ersten „Tanzschein“

Kultur

Zehn Plätze für das große ESC-Finale am Samstag sind noch zu vergeben – wer sie ergattert, entscheidet sich heute Abend im zweiten Semifinale des Eurovision Song Contests. Laut Buchmachern wird es da etwas enger als beim Auftakt am Dienstag.

Eine „gmahte Wiesn“ dürfte es für Dänemark, Australien, Rumänien und die Ukraine werden. Gute Chancen können sich auch Malta, Zypern, Bulgarien, Albanien, Tschechien und Norwegen ausrechnen. Etwas düsterer sieht es hingegen für Lettland, Schweiz, Armenien, Luxemburg und Aserbaidschan aus.

Fix dabei

Interessant wird die heutige Show auch für Österreich: Als Vertreter des Gastgeberlands ist Cosmó zwar fix fürs Finale qualifiziert, er darf seinen „Tanzschein“ heute aber außer Konkurrenz in der Wiener Stadthalle – und somit auch dem internationalen TV-Publikum – präsentieren. 

Die größte Änderung für das heimische Publikum betrifft heute aber das Voting: Im Gegensatz zum ersten Semifinale darf nämlich mitgestimmt werden, welche der insgesamt 15 antretenden Künstlerinnen und Künstler weiterkommen. Hier gibt es die 15 Songs in der Startreihenfolge im Schnellcheck.

1 Bulgarien: DARA

Wer sich erinnert: Vor einem Vierteljahrhundert zahlten wir Geld für Handy-Klingeltöne. Damals wäre „Bangaranga“ wohl ein gutes Geschäft gewesen. Geht gnadenlos ins Ohr, bevor man auf lautlos stellt.  

2 Aserbaidschan: JIVA

Was wäre der Song Contest ohne das Genre Powerballade? „Just Go“ ist ein Destillat aus allem dies- und jenseits der Hitparade, das seit 1980 einer verflossenen Liebe einen Powerrefrain nachgeworfen hat.   

3 Rumänien: Alexandra Căpitănescu

Hoch hinauf geht es im schwindelerregenden Refrain zum Rock-Beitrag aus Rumänien. Kritik gab es im Vorfeld am Titel „Choke Me“ (Deutsch: „Würge mich“). Wobei das bei Căpitănescu (rechts) irgendwie eher nach „Show Me“ klingt. 

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4 Luxemburg: Eva Marija

Folk-Pop im Flatterkleid gibt es aus Luxemburg. „Mother Nature“ klingt, als hätte man es schon im Radio gehört,  gegen das einnehmende Lächeln von Eva Marija kann man sich aber schwer erwehren.

5 Tschechien: Daniel Žižka

Das in den vergangenen Jahren erfolgreiche Konzept  „Trauriger Mann singt sehr hoch“  wird heuer von Tschechien aufgegriffen. „Crossroads“ ist schön, wird in der bunten Show aber schwer im Gedächtnis bleiben. 

6 Armenien: SIMÓN

Wer seine Post-its verlegt hat, bekommt bei ihm sicher Nachschub: Der Mann mit dem gelben Zetteloutfit (Bild unten) tanzt im Musikvideo zu „Paloma Rumba“ durch eine graue Bürohölle. Das ist passend, denn der Song fühlt sich an wie ein zu langer Tag in der Arbeit: Er will einfach nicht aufhören. 

7 Schweiz: Veronica Fusaro

Um Gewalt gegen Frauen geht es in der eingängigen Soul-Rock-Nummer „Alice“. Sängerin Fusaro hat österreichische Wurzeln – wenn das kein gutes Omen für den Auftritt in Wien ist! Bleibt zu hoffen, dass sie sich live nicht in ihrer roten Seil-Konstruktion verheddert.

8 Zypern: Antigoni

Jemand will „Jalla“, singt Antigoni im Späte-Britney-Spears-Look. Das ist keine zypriotische Süßspeise oder ein neuer Handytarif,  sondern heißt „mehr“, was man von diesem Song nach ein paar Minuten eher nicht will. 

9 Lettland: Atvara

Wenn das Übersetzungsprogramm nicht lügt, heißt „Ēnā“ auf Deutsch „Schatten“. Die Lettin setzt jedenfalls auf etwas Ungewöhnliches beim Song Contest, auf Ernst. Ein trauriger Song, gesungen zwischen fliegenden Scherben. 

10 Dänemark: Søren Torpegaard Lund

Einer der Top-Favoriten ist heuer der Song „Før Vi Går Hjem“ (richtig geraten, das bedeutet: „Bevor wir heimgehen“). Dramatischer Elektro-Pop …read more

Source:: Kurier.at – Kultur

      

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