Changemaker Markttag: Kinder präsentieren Business-Ideen an WU

Wirtschaft

Kinder dürfen auch heuer wieder ein kleines Business starten. Im Rahmen des „Changemaker Markttags“ werden rund 2.500 Volksschülerinnen und -schüler nämlich zu Unternehmern. Am 8. und 15. Juni 2026 präsentieren und verkaufen die Kinder ihre Produkte jeweils von 10:30 bis 12:30 Uhr am Campus der WU Wien.

Das WU Entrepreneurship Center der Wirtschaftsuniversität Wien bildet Studierende in den Bereichen Entrepreneurship und Pädagogik aus. Als „Changemaker“ begleiten sie Volksschulkinder dabei, eigene kleine Unternehmensideen zu entwickeln und umzusetzen.

Die WU-Studierenden Sara Prohackova und Linus Henn sind solche Changemaker. Dem KURIER erzählen sie, wie man Kinder für Wirtschaft begeistern kann.

Ein 800 Euro Gewinn

„Wirtschaft und Entrepreneurship haben mich schon immer interessiert“, sagt Sara Prohackova. Schon als Kind hatte sie eigene Gründerideen. Die gleiche Begeisterung entdeckt sie auch bei den Schulklassen. „Kinder verstehen zwar noch nicht die komplexen Begriffe, aber das System dahinter schon. Etwa, wie ein Limonadenstand funktioniert“, sagt sie. „Es geht darum, Stichworte wie Materialkosten einfach herunterzubrechen.“

Der Unterricht zeigt ihrer Erfahrung nach Wirkung. Eine Klasse durfte sie zweimal begleiten. „Die Kinder haben sich von den anderen Schulklassen inspirieren lassen und waren motiviert, viel mehr Gewinn zu machen.“ Gesagt, getan: Beim zweiten Mal konnten sie 800 Euro einnehmen.

„Meiner Meinung nach ist es wichtig, dass Kinder schon früh ein unternehmerisches Gefühl entwickeln und etwas über Finanzbildung lernen – etwa, wie sie ihr Taschengeld sinnvoll einsetzen“, sagt auch Linus Henn. Sie sollen Feuer für solche Themen fangen. Und das scheint ihm gelungen zu sein. „Zu Beginn des Workshops habe ich gefragt, was sie einmal werden wollen“, erzählt er. Genannt wurden klassische Berufe wie Arzt, Polizist oder Anwalt. Am Ende des Workshops und kurz vor dem großen Markttag stellte er die Frage erneut. Diesmal kamen Antworten wie: „Ich will Chef meiner eigenen Firma werden.“ Für Henn war das „eine schöne Bestätigung“.

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Einfach mal machen

Nicht nur die Schüler können etwas für sich mitnehmen, auch die Changemaker haben Neues gelernt. „Definitiv Flexibilität. Die braucht man, wenn man eine Klasse unterrichtet“, lacht Sara Prohackova. Aber auch Offenheit und die Fähigkeit, Komplexes verständlich darzustellen, seien wichtig. „Man lernt auch eine ganz andere Art und Weise zu kommunizieren.“

Linus Henn wiederum nimmt Inspiration mit. „Mit der Zeit entwickelt man eine ‘Das geht nicht‘-Mentalität.“ Kinder würden aber nur so vor roher, ungefilterter Kreativität sprudeln. „Das ist echtes Innovationsmanagement: zuerst ganz groß und grenzenlos denken, bevor man anfängt zu kürzen. Diese kindliche Begeisterung fürs Einfach-mal-Machen nehme ich mir mit.“

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Source:: Kurier.at – Wirtschaft

      

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