Uni-Ranking: Sechs heimische Unis unter Top 500

Politik

Nach den Verlusten im Vorjahr ist es beim aktuellen „QS University Ranking“, das am Donnerstag veröffentlicht wurde, für fast alle vertretenen österreichischen Unis wieder aufwärts gegangen. Weiterhin mit Abstand bestgereihte heimische Hochschule ist die Uni Wien auf Rang 140 (Vorjahr: 152), vor der Technischen Uni (TU) Wien auf Platz 191 (Vorjahr: 197). In den Top 500 landeten diesmal sechs Unis aus Österreich. An der Spitze stehen weiter US- und britische Institutionen.

Insgesamt hat Österreich im Institutionen-Ranking diesmal laut einer QS-Aussendung so stark zugelegt wie kein anderes europäisches Land. Den größten Sprung um 78 Plätze auf 572 machte die Uni Salzburg, u.a. dank verbesserter Betreuungsverhältnisse und einem Plus beim internationalen Personal. Die Uni Innsbruck hat sich gegenüber dem Vorjahr um 17 Plätze auf Rang 333 verbessert, blieb damit – wie auch die TU Graz (409; Vorjahr: 427) und die Uni Linz (458; Vorjahr: 473) – aber trotzdem hinter vielen Ergebnissen der vergangenen zehn Jahre. Die Uni Klagenfurt hat den Abwärtstrend der vergangenen Jahre gestoppt und stieg diesmal von Rang 697 auf 683, während die Universität Graz weiter an Terrain verliert (696; Vorjahr: 668).

CEU steigt hoch ein

Zwei Austro-Unis sind heuer erstmals beim QS-Ranking dabei, die Montanuni Leoben (851-900) und die früher in Budapest und seit 2020 in Wien ansässige Central European University. Als eine der Hochschulen mit dem höchsten Anteil an internationalen Studierenden und Lehrenden ist die CEU dabei gleich auf Platz 239 eingestiegen. Internationalisierung ist für QS generell eine Stärke von Österreichs Unis. Schwächen sahen die Analysten hingegen beim Ansehen unter Arbeitgebern, bei Nachhaltigkeit und Forschungsleistung. QS-Bereichsleiter Ben Sowter ortete in der Aussendung allerdings auch eine „strategische Chance“: Durch mehr Investitionen in international sichtbarere Forschungsgebiete wie Natur- und Umweltwissenschaften könnte Österreich sowohl bei den Zitierungen als auch den Nachhaltigkeitsindikatoren zulegen.

  Ukraine: Trump erwägt Wiedereinführung von Sanktionen gegen Russland

Beim Ranking von QS Quacquarelli Symonds hängen 30 Prozent der Reihung von den Ergebnissen einer weltweiten Umfrage in der akademischen Community zum Ansehen von Hochschulen ab, weitere 15 Prozent von einer zusätzlichen Befragung unter Arbeitgebern. 10 Prozent der Wertung ergeben sich aus dem Zahlenverhältnis Studierende-Lehrende, 20 Prozent aus der anhand von Zitierungen gemessenen Forschungsleistung und je fünf Prozent aus dem Anteil an internationalen Studenten bzw. internationalem Personal. Ebenfalls je fünf Prozent ergeben sich aus den Faktoren Nachhaltigkeit, Beschäftigungsergebnisse und internationale Forschungsvernetzung. Insgesamt wurden diesmal 1.500 Hochschulen bewertet.

Erfolgsfaktor Geld

Dass es bei den österreichischen Unis diesmal aufwärts gegangen ist, sah QS-Vertreter Sowter als Beleg dafür, dass sich nachhaltige Investitionen in Forschung, internationale Zusammenarbeit und Weiterentwicklung der Institutionen auszahlen. Allerdings werde das „Finanzierungsumfeld“ in Österreich gerade wieder unsicherer, verwies er auf die von den Unis befürchteten Einsparungen beim kommenden Uni-Budget.

Den Erfolgsfaktor Geld betonte auch der Rektor der Uni Wien, Sebastian Schütze. Das aktuelle QS-Ergebnis und die erste Platzierung unter den Top 100 beim jüngst publizierten Ranking von „Times Higher Education“ zeige zwar, dass man sich auch weltweit als hochkarätiger Forschungs- und Studienstandort durchsetzen könne. „Damit wir diesen erfolgreichen Weg fortsetzen können, sind allerdings ausreichende finanzielle Mittel notwendig.“ Von der Bundesregierung forderte er ein klares Bekenntnis zu international leistungsfähigen Universitäten, Planungssicherheit und eine ausreichende Finanzierung für die …read more

Source:: Kurier.at – Politik

      

(Visited 1 times, 1 visits today)

Schreibe einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht.