Anfänger im US-Sport: Baseball, Pickleball und Axt-Werfen

Sport

Nach zwei Wochen in Santa Barbara sind wir richtig eingetaucht in die Stadt und die örtlichen Sportmöglichkeiten. 

Zum Aufwärmen gab es ein intensives Videostudium der Sportart Pickleball, das auf diversen TV-Sendern rund um die Uhr gezeigt wird, danach wurde die Theorie auch in die Praxis umgesetzt.

Die herkömmliche Meinung, Pickleball spielen nur bereits pensionierte Menschen, konnte unweit des Strandes nach 90 Minuten leidenschaftlichen Schlagabtauschs relativiert werden. Tennis- und Padelspieler sind durchaus im Vorteil. Zudem hilft es, wenn der Partner am Netz eine Macht ist und jeden Smash dem Gegner um die Ohren haut.

Die Axt in der Hand

Schauplatzwechsel in die State Street, dem Zentrum des Städtchens, wo Jung bis Alt sich ins Shopping vertiefen und von den unzähligen Lokalen zum kulinarischen Verweilen eingeladen werden. Ein Highlight ist das Axt-Werfen.

Der Laden wird geleitet von einem leicht verhaltensauffälligen Pärchen. Während er ob der wahrscheinlich inhalierten Substanzen zu kaum einer Bewegung imstande ist, dürfte sie wohl eher das Gegenteil zu sich genommen haben. Völlig aufgedreht preist sie das Vergnügen als „axe-citing“ an.

Kurz überlege ich nach Ax-l Rose fragen, lasse es aber lieber bleiben.

Man nehme zu Beginn die schwere Axt, schwinge sie mit beiden Armen über den Kopf und werfe auf einen rund sieben Meter entfernten Holzverschlag. Die einhändig geworfene leichtere Axt ging nicht so gut von der Hand, die Trefferquote sank plötzlich ins Bodenlose. 

Die aufgekratzte Dame bat darum, nicht so viel Kraft in die Würfe zu legen, weil daneben ein Friseursalon sei. Und da ist ein Scheitel schnell gezogen. Bei diesem Wettbewerb setzte sich am Ende Rainer B. die Krone auf.

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Ab in den Käfig

Dermaßen enthusiasmiert ließen wir es uns nicht nehmen, unser Können beim Baseball zu eruieren. Helm auf, Schläger in die Hand und ab in den Käfig. Kann ja nicht so schwer sein. Eine Maschine wirft die Bälle, zunächst mit 40 Meilen pro Stunde. Ein Kinderspiel, wie der kleine Bub im Nebenkäfig beweist und jeden Ball gen Himmel drischt.

Muss er denn nicht schon längst im Bett sein?

Wir drei Kollegen tasten uns heran, kommen in den Rhythmus, wobei Harald P. nach jedem getroffenen Ball die Welle macht, was seinen Arbeitgeber freuen wird.

Dank dieser Leistung erwarten wir sekündlich einen Anruf der Los Angeles Dodges, doch das Telefon bleibt stumm. Vielleicht auch, weil wir übermütig auf maximale Geschwindigkeit (60 Meilen) stellen und keinen Ball mehr sehen – als er an uns vorbeizischt. Ernüchtert geben wir die Schläger zurück. Der Mann vom Verleih hat Mitleid. „You were so awesome.“

Ganz unsere Meinung …

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Source:: Kurier.at – Sport

      

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