Nach den Berlinern: Nächstes Weltklasse-Orchester in Eisenstadt

Kultur

„Wer Berliner Philharmoniker sagt, muss auch Wiener Philharmoniker sagen.“ Das sagt Rico Gulda, Generalintendant der Esterházy Privatstiftung und somit verantwortlich für die Opernfestspiele in St. Margarethen, die Konzertreihen auf Schloss Esterházy – unter anderem im Haydn-Saal, einem der prachtvollsten Konzertsäle Europas – und vieles mehr.

Im Haydnsaal gab es zuletzt ein gefeiertes Konzert der Berliner Philharmoniker unter ihrem Chef Kirill Petrenko. Im kommenden Jahr, beim kürzlich präsentierten Festival classic.Esterházy, werden die Wiener Philharmoniker mit Riccardo Muti dort musizieren. Am 13. Mai 2027 spielen sie Haydn (Sinfonie Nr. 88), Richard Strauss („Bürger als Edelmann“) und Beethoven (Sinfonie Nr. 4).

Haydn und Beethoven stehen überhaupt im Mittelpunkt der neuen Festival-Ausgabe. Der eine hatte auf Schloss Esterházy Gattungen wie die Sinfonie und das Streichquartett entscheidend geprägt. Bei Beethoven wird 2027 seines 200. Todestages gedacht. Aber auch die Gegenwart spielt eine wichtige Rolle – ganz klar bei einem Top-Musikmanager wie Rico Gulda, der vor seiner Tätigkeit in Eisenstadt zwölf Jahre lang künstlerischer Betriebsdirektor am Wiener Konzerthaus war.

Den Auftakt von classic.-Esterházy bestreiten am 17. Jänner 2027 das Chamber Orchestra of Europe und Dirigent Robin Ticcati, Lisa Bathiasvilli ist bei Sibelius’ Violinkonzert d-Moll op. 47 als Solistin zu hören. Adam Fischer dirigiert zum Muttertag (9. Mai) ein reines Haydn-Programm mit dem Danish Chamber Orchestra und dem Arnold Schoenberg Chor. John Eliot Gardiner kommt mit dem Constellation Choir & Orchestra und Beethoven nach Eisenstadt.

Marionettenoper

Einen „lang gehegten Wunsch“ erfüllt sich Rico Gulda mit der halbszenischen Aufführung der Haydn-Marionettenoper „Philemon und Baucis“ am 15. Oktober mit dem Orchestra of 18th century. Haydns Nachfolger als Kapellmeister von Esterházy, Johann Nepomuk Hummel, ist ebenfalls ein Abend gewidmet – mit der Erstaufführung seiner Kantate „Diana ed Endimione“. Die Liste weiterer großer Solisten reicht von Isabelle Faust, András Schiff und Gautier Capučon bis Kirill Gerstein.

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Source:: Kurier.at – Kultur

      

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