6 Menschen in Niedersachsen erschossen: U-Haftentscheidung ausständig

Politik

Nach dem gewaltsamen Tod von sechs Menschen in Stade im deutschen Bundesland Niedersachsen dauert die Identifizierung der Opfer an. Es handle sich um vier Frauen und zwei Männer, sagte eine Polizeisprecherin am Dienstag. Ein 45-Jähriger soll am Montag in der Stadt westlich von Hamburg auf die Menschen geschossen haben. Tatort ist eine Mutter-Kind-Wohngruppe. Die Entscheidung über die Verhängung der Untersuchungshaft stand noch aus.

Verletzte gebe es – anders als bisher berichtet – nicht, betonte die Sprecherin: Die Einsatzkräfte fanden demnach vier Tote in der Einrichtung, eine weitere Person wurde wiederbelebt, allerdings vergeblich. Das sechste Opfer starb im Krankenhaus. Mit den Verletzten seien diese beiden Personen gemeint gewesen, erklärte die Sprecherin.

Hintergrund vermutlich Sorgerechtsstreit

Hintergrund der Tat ist nach Angaben der Polizei vermutlich ein Sorgerechtsstreit. Der Verdächtige hatte demnach in der Einrichtung einen Termin bezüglich des Sorgerechts für seine drei Monate alte Tochter – zusammen mit vielen seiner späteren Opfer. Laut Polizei waren die getöteten Frauen und Männer alle in der Jugendhilfeeinrichtung beschäftigt. Die Mutter des Kindes, eine 34 Jahre alte Frau, sowie das Baby sind nicht unter den Todesopfern.

Der Mann wurde kurz nach der Tat festgenommen. Der mutmaßliche Täter wurde nach Angaben der Behörden in Deutschland geboren, er hat türkische Wurzeln.

Auch 65-Jährige festgenommen

Außerdem nahm die Polizei eine 65-Jährige fest, sie war die Fahrerin des Fluchtfahrzeugs. Die Frau hat nach derzeitigem Erkenntnisstand eine enge Verbindung zur Familie des mutmaßlichen Täters. Dieser stammt den Angaben nach aus dem Raum Hannover. Er war polizeilich bekannt, doch galt er laut Lüneburgs Polizeipräsidentin Kathrin Schuol „bisher nicht als absolut gewalttätig“.

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Niedersachsens Innenministerin Daniela Behrens (SPD) nannte die Tat noch am Abend einen singulären Fall, der nichts mit früheren Fällen zu tun habe. Auch der deutsche Bundeskanzler Friedrich Merz drückte sein Mitgefühl aus: „Die Nachricht aus Stade erschüttert bis ins Mark“, schrieb der CDU-Politiker auf der Plattform X.

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Source:: Kurier.at – Politik

      

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