
Wer wird der zweite WM-Finalist? Heute Abend (21 Uhr/live ServusTV) stehen einander England und Argentinien gegenüber. Taktisch perfekt organisierte Engländer stehen der leidenschaftlichen argentinischen Weltmeistertruppe gegenüber. Der Vergleich im Detail:
Die Trainer: Thomas Tuchel vs. Lionel Scaloni
An der Seitenlinie treffen zwei Trainertypen aufeinander. Thomas Tuchel gilt als detailversessener Taktiker. Der 52-jährige Deutsche analysiert Gegner extrem genau. Nach Spaß und Leichtigkeit sieht da nichts aus. Tuchel greift auch während des Spiels korrigierend ein und scheut unbequeme Entscheidungen nicht. Er hat England mehr Struktur verliehen – und einen publikumsfreundlicheren Spielstil als der zuletzt als zu defensiv kritisierte Gareth Southgate.
Auf der anderen Seite ist mit Lionel Scaloni der Weltmeistertrainer in der Coachingzone, der es abermals geschafft hat, ein Team rund um Lionel Messi aufzubauen, das sich dessen Qualitäten zunutze machen kann. Die Stärke des 48-Jährigen ist es offenbar, die Balance zwischen individueller Klasse und mannschaftlicher Geschlossenheit zu finden. Und während die Fußballer auf dem Platz mit ihrer kämpferischen Mentalität überzeugen, tut er es an der Linie mit Ruhe und Klarheit.
Die unsichtbaren Stars: Anderson vs. Martinez
Die Superstars im Rampenlicht sind Messi und Kane, doch in deren Schatten sorgen etwa Elliot Anderson und Lisandro Martinez für entscheidende Aktionen. Anderson ist als defensiver Mittelfeldspieler aus der Startelf Tuchels nicht mehr wegzudenken, dabei hat er erst 15 Länderspiele in den Beinen. „Er ist ein Schlüsselspieler für uns“, sagt Tuchel über den U-21-Europameister des Vorjahres, der um 150 Millionen von Nottingham Forest zu Manchester City wechselt.
Auch bei Argentinien ist ein Wahl-Manchesteraner ein Schlüsselspieler. Lisandro Martinez von ManUnited hat sich zu einem Überraschungsstar der WM entwickelt. Mit Cristian Romero von Tottenham bildet der 28-Jährige ein Innenverteidiger-Duo, das die Premier-League-Stars bestens kennt. In der Zweikampfführung ist Martinez gnadenlos, in der Spieleröffnung entscheidungsschnell.
Die Tormänner: Pickford vs. Martinez
Es sind zwei besondere Typen, die am Mittwoch die Tore hüten werden. Auf der einen Seite der englische Showman Jordan Pickford, auf der anderen der argentinische Exzentriker Emiliano Martinez. So unterschiedlich die beiden Goalies auch auftreten, eine Sache eint die beiden: Sie haben eine Vorliebe für Elfmeterschießen.
Pickford parierte im EM-Finale 2021 gegen Italien zwei Strafstöße und schien sich damit bereits den Heldenstatus gesichert zu haben. Doch am Ende reichte es nicht.
Martinez avancierte bei der WM 2022 zum Elfmeter-Killer. Im Viertelfinale brachte er die Niederländer Van Dijk und Berghuis aus dem Konzept, im Finale ließ er auch Frankreichs Coman verzweifeln. Seine größte Rettungstat zeigte der 33-Jährige hingegen in der 123. Minute. Kurz vor Ende der Verlängerung parierte er einen Schuss von Kolo Muani mit einer überragenden Fußabwehr.
Bei der WM 2026 warten beide Schlussmänner noch auf ihren ganz großen Moment.
Die Ersatzbänke: England hat teuersten Kader
Die Dichte an Top-Spielern im englischen Aufgebot ist enorm. Kein Wunder, schließlich stellen die Briten den wertvollsten Kader der WM. Das zeigt sich auch auf der Ersatzbank. Dort müssen unter anderem Marcus Rashford und Eberechi Eze Platz nehmen. Zudem hätte Thomas Tuchel sogar noch mehr Qualität mit nach Nordamerika nehmen können. Der Deutsche verzichtete jedoch auf Stars wie Cole Palmer, Phil Foden oder Trent Alexander-Arnold.
Nicht ganz so prominent besetzt ist die argentinische Bank. Dennoch …read more
Source:: Kurier.at – Sport



