Seit 2010 ohne Titel: Wie Österreich aus Silber Gold machen will

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Weltmeister, fünffacher Europameister, achtfacher Vizeweltmeister und neunfacher Vizeeuropameister: In kaum einer Sportart ist Österreich so erfolgreich wie im Faustball. Dennoch läuft die Sportart meist unter dem Radar. 

Faustball-EM: Österreich will Revanche

Ab Mittwoch steht mit der EM in Dänemark das Saisonhighlight auf dem Programm. Das Ziel ist klar: „Das ist sicherlich die Goldmedaille“, sagt Teamchef Siegfried Simon im KURIER-Gespräch. Es wäre der erste EM-Titel seit 2010.

Der Weg dorthin führt allerdings über einen bekannten Gegner. Bei den vergangenen vier Großereignissen scheiterte das österreichische Nationalteam jeweils erst im Finale am großen Nachbarn Deutschland. Heuer soll die Revanche gelingen. 

Deutschland zuletzt „immer auf den Punkt da“

„Es waren zuletzt nur mehr Kleinigkeiten, die zwischen Sieg und Niederlage entschieden haben“, erwartet sich Simon von seiner Mannschaft in Dänemark eine Steigerung.

Gerade wenn es um den Titel ging, hatten zuletzt die Deutschen die Nase vorne. „Wenn es um etwas geht, waren die Deutschen in den letzten Jahren immer auf den Punkt da, das war bei uns anders“, blickt der Teamchef auf die verlorenen Finals zurück. 

„Als Österreicher willst du immer gegen Deutschland gewinnen“

Umso mehr soll heuer auch die mentale Komponente helfen. Erstmals wird ein Sportpsychologe die Mannschaft begleiten. Er soll den Spielern die Angst und Ehrfurcht nehmen und stattdessen Lockerheit vermitteln.

Denn dass die Partien gegen Deutschland auch eine besondere emotionale Note haben, ist für Simon keine Frage. „Gerade als Österreicher willst oder sollst du immer gegen Deutschland gewinnen“, sagt der Teamchef. Die Begegnungen hätten deshalb durchaus Derby-Charakter, bei denen es auch einmal „emotional“ werden darf.

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Schwere Gruppe für Österreich

Den letzten Feinschliff vor dem Turnier holte sich das Nationalteam bei einem Trainingslager in Vorarlberg. Dort gelang auch ein Sieg gegen die Schweiz, die bei der EM zu den Mitfavoriten zählt. Der Test war zugleich eine Standortbestimmung für die bevorstehende Endrunde.

Die Auslosung bescherte Österreich allerdings eine schwere Gruppe. Mit Deutschland, der Schweiz und Italien erwischte man die drei stärksten europäischen Teams. Bereits am Mittwoch kommt es zum Auftakt erneut zum Duell mit den Eidgenossen, ehe am Donnerstag Welt- und Europameister Deutschland wartet. 

Zum Abschluss geht es ebenfalls am Donnerstag gegen Italien. Dort gilt es, einen Pflichtsieg einzufahren, ehe die K.-o.-Phase beginnt, für die sich alle acht teilnehmenden Nationen qualifizieren. Das Finale geht am Samstag über die Bühne.

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Source:: Kurier.at – Sport

      

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