
Nach zehn Jahren im Ausland kehrt Konstantin Komarek in die ICE Hockey League zurück. Kurios: Der 33-jährige Wiener läuft in der am 18. September beginnenden Saison erstmals in seiner Profikarriere für die Vienna Capitals in seiner Heimatstadt auf. Die Capitals, die zuletzt drei Mal in Folge das Viertelfinale verpassten, haben sich heuer gezielt verstärkt und wollen wieder ein Wort um die vorderen Plätze mitreden. Vor dem Trainingsauftakt am Montag in Kagran spricht Komarek über seine Heimkehr.
KURIER: Nach zehn Jahren im Ausland: Wie kam es zur Rückkehr?
Konstantin Komarek: Über die Jahre ist in mir der Wunsch gewachsen, Spiele zu bestreiten, die mir persönlich besonders viel bedeuten. Ich wollte bei einem Verein spielen, zu dem ich eine tiefere Verbindung habe als einfach nur für einen anderen neuen Verein. Ich war so lange weg und habe noch nie in meiner Profikarriere vor Freunden und Familie in meiner Heimatstadt gespielt.
Stimmt es, dass Sie den Wechsel selbst initiiert haben?
Ja. Ich habe meinem Manager gesagt, dass ich gerne nach Wien wechseln würde. Danach haben wir die Gespräche aufgenommen.
Wie gut kennen Sie Ihre Teamkollegen?
Von den österreichischen Spielern kenne ich einige vom Nationalteam oder weil ich im Sommer immer wieder in Wien bin. Mit Shane Gersich habe ich bereits in Västeras zusammengespielt und Jakob Lilja kenne ich aus meiner Zeit in Malmö.
Die Capitals haben heuer vor allem mehrere Powerplay-Spezialisten. Wie sehen Sie das?
Von dem, was ich über die Mannschaft weiß und was ich mir angesehen habe, schaut das sehr spannend aus. Ich habe mitbekommen, dass einige Spieler ganz bewusst nach Wien kommen wollten und finanziell bessere Angebote ausgeschlagen haben. So etwas ist für das Mannschaftsgefüge sehr wichtig. Gerade im Powerplay haben wir viele Spieler mit unterschiedlichen Stärken. Da gibt es einige Optionen auf den verschiedenen Positionen.
Wie haben Sie sich mit Coach Mike Stewart ausgetauscht?
Wir hatten ein sehr gutes persönliches Gespräch, um uns kennenzulernen. Wir sind uns nur einmal begegnet, als ich mit Lulea gegen seine Mannschaft in der Champions Hockey League gewonnen habe.
Sie haben lange in Schweden gespielt, wo Taktik und System hohen Stellenwert haben. Können Sie das in die ICEHL mitbringen?
Ich glaube, dass ich der Mannschaft insgesamt helfen kann – besonders aber auch den jüngeren österreichischen Spielern. In Schweden wird sehr viel Wert auf das System gelegt. Ich bin überzeugt, dass ein gutes System entscheidend für den Erfolg ist. Diese Einstellung möchte ich weitergeben und den jungen Spielern zeigen, wie wichtig Details und konsequentes Arbeiten sind.
Zuletzt waren Sie Kapitän bei Västerås. Ein Zeichen, wie sehr Sie zum Führungsspieler geworden sind?
Es fällt mir schwer, mich selbst zu loben. Aber ich finde, dass es zur Aufgabe eines erfahrenen Spielers gehört, Verantwortung zu übernehmen. Jeder macht das auf seine eigene Art – manche lautstark, andere ruhig. Wichtig ist, dass man vorangeht und den jüngeren Spielern hilft. Ich weiß noch genau, wie viel mir erfahrene Mitspieler früher beigebracht haben. Deshalb möchte ich heute selbst etwas zurückgeben.
Macht man das mit dem „C“ auf der Brust noch mehr?
Ich glaube, dass es umgekehrt ist. Ich habe das „C“ bekommen, weil ich …read more
Source:: Kurier.at – Sport



