„Scary Movie“: Mit Achselschweiß das Gesicht waschen

Kultur

„Du schaust aus wie immer, abgesehen vom Hängebusen“, ist ein gelungener Begrüßungssatz, wenn man sich viele Jahre nicht gesehen hat. Aber auch „Scary Movie“ – eigentlich: „Scary Movie 6“ – ist nicht übermäßig gut gealtert. Dabei melden sich erstmals seit „Scary Movie 2“ die Originalschöpfer der Horrorparodie, die Wayans-Brüder höchstpersönlich zurück. Nach einem Streit mit der Produktionsfirma Miramax wurde das Franchise ohne sie weitergeführt, doch damit ist jetzt Schluss.

Marlon und Shawn Wayans tauchen als Shorty und Ray wieder auf der Leinwand auf und bringen auch gleich noch die Originalbesetzung aus den Vorgänger-Filmen mit: Anna Faris als Cindy Campbell ist es, die von ihrer Freundin Brenda (Regina Hall) mit dem „Hängebusen“-Kompliment begrüßt wird. Nicht nur sie, auch ihre Kinder werden von dem maskierten Killer aus der Slasher-Serie „Scream“ mit gezücktem Messer vor sich hergetrieben.

Subtiler Witz ist nicht gerade die Stärke der Wayans, eher schon der Holzhammer mit sehr viel juvenilem Kiffer- und Sexhumor. Ein Gag mit dem Butt-Plug kommt nicht nur einmal vor.

Saublöd

Wie schon das Original der Nullerjahre, nährt sich „Scary Movie“ von der Horrorparodie. Persifliert wird alles von „Get Out“ bis „Blood & Sinners“ – aber nicht nur: Mit Wokeismus, Rassismus, Transgender und Trump bis zu den Epstein-Files steht alles im Pointenfeuer, was unseren Zeitgeist ausmacht.

Handlung gibt es kaum, eher eine Abfolge von Sketchen, bei denen nicht jeder Gag zündet. Manche sind so saublöd, dass es schon wieder lustig ist, andere tun nur noch weh. Wie Shorty mit seinen Lippen aus den Schamhaaren seiner Freundin einen Joint dreht, muss man nicht gesehen haben.

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Eine der dämlichsten Figuren überhaupt ist Officer Doofy Gilmore, der nicht gecheckt hat, dass die Pandemie bereits vorüber ist und sich mit seinem Achselschweiß das Gesicht wäscht. Wo bleibt eigentlich der Schlitzer, wenn man ihn braucht?

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Source:: Kurier.at – Kultur

      

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