EU-Parlament macht sich von jetzt an ohne Google auf die Suche

Politik

Am Anfang sei es ein paar Mal abgestürzt, aber erstens passiere das auch bei Windows und zweitens müsse man einmal auch wirklich damit anfangen, das umzusetzen, was man ständig predige. So und ähnlich hören sich die ersten Kommentare von EU-Parlamentariern an, die auf Bürocomputern und Diensthandys in diesen Tagen eine kleine Revolution in die Praxis umsetzen. Dort läuft nämlich seit Freitag statt Google eine europäische Suchmaschine namens Qwant. Das französische Produkt wirbt damit, dass man anders als der US-Riese keine persönlichen Daten der Nutzer verkaufe: „Wir sind die Suchmaschine, die nichts über sie weiß.“

Gerade österreichische Abgeordnete haben sich für eine umfassende Umstellung der EU-Server im Parlament, aber auch bei der EU-Kommission eingesetzt. „Es geht darum Trumps Möglichkeiten zu beschränken, uns auf der Nase herumzutanzen“, meint Andreas Schieder von der SPÖ: „Da ist es nur logisch, dass wir als EU-Parlament versuchen, mit gutem Beispiel voranzugehen.“

Helmut Brandstätter von den NEOS, ebenfalls Teil der Initiative, sieht als langfristiges Ziel „,digitale Lösungen, die unseren europäischen Standards bei Datenschutz und Grundrechten entsprechen. Europa verfügt über die Kompetenz und die Alternativen, jetzt müssen wir sie konsequent nutzen.“ Für Schieder heißt das kurzgefasst: „Umstellung auf rein europäische Lösungen, von der Suchmaschine bis zum Laptop.“

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Source:: Kurier.at – Politik

      

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