
Die jemenitischen Huthi-Rebellen haben Insidern zufolge in dieser Woche Angriffe auf Saudi-Arabien von irakischem Staatsgebiet aus verübt. Dabei hätten sie mit bewaffneten örtlichen Gruppen kooperiert, sagten zwei mit den Erkenntnissen Saudi-Arabiens und seiner Partner vertraute Personen aus der Region. Die Attacken unter der Leitung der iranischen Revolutionsgarden hätten unter anderem auf Ölanlagen im Osten des Königreichs abgezielt.
Als Reaktion darauf flogen Saudi-Arabien und die USA am Mittwoch gemeinsame Luftangriffe auf Ziele im Irak. Die Regierung in Riad hatte am Mittwoch offiziell mit dem Iran verbündete irakische Gruppen für die Angriffe verantwortlich gemacht, während die Huthis die Taten für sich reklamierten. Der Irak kündigte eine Untersuchung an. Nach den saudischen Gegenschlägen sagte der irakische Ministerpräsident Ali al-Saidi einen für Donnerstag geplanten Besuch beim saudischen Kronprinzen Mohammed bin Salman ab.
Die Vorfälle unterstreichen Analysten zufolge die wachsende direkte Zusammenarbeit innerhalb der vom Iran angeführten sogenannten Achse des Widerstands. Es gebe nun unmittelbare Koordination und gegenseitige Ausbildung unter den Mitgliedern selbst und nicht mehr nur über den Iran, erklärte Farea al-Muslimi von der Denkfabrik Chatham House. Nach dem Sturz des syrischen Machthabers Bashar al-Assad und der Schwächung der Hisbollah im Libanon spielt der Irak eine immer wichtigere Rolle als Knotenpunkt dieses Netzwerks.
Die Huthis und irakische Milizen wie die Kataib Hisbollah arbeiten bereits seit Längerem zusammen und betreiben seit 2024 eine gemeinsame Einsatzzentrale. Die mehr als 800 Kilometer lange und schwer zu überwachende Grenze zwischen dem Irak und Saudi-Arabien bietet den Gruppen dabei eine ideale Ausgangsbasis für verdeckte Operationen.
Source:: Kurier.at – Politik



