Mückstein: Mit der Juli-Hitze könnte die FFP2-Maske fallen

Politik

Der Gesundheitsminister möchte zum Mund-Nasen-Schutz zurück, will aber Expertendebatte abwarten. Was sonst im Sommer und Herbst zu erwarten ist.

Österreich steuert seinem zweiten Pandemie-Sommer entgegen. Die Temperaturen steigen, die Infektionszahlen sinken. So weit, so positiv.

Im Vorjahr ist jedoch auf den Sommer das böse Erwachen gefolgt. Man hatte zu früh so getan, als wäre die Pandemie vorüber. Das soll heuer nicht passieren.

Der KURIER sprach mit Gesundheitsminister Wolfgang Mückstein über den Pandemie-Sommer ’21. Seine Grundstimmung vorweg: vorsichtiger Optimismus. Was der Minister zu Masken, der dritten Impfung und der 3G-Regel sagt, lesen Sie hier

Auf der Positivseite vermerkt Mückstein, dass die Impfbereitschaft inzwischen auf 70 Prozent gestiegen ist. Auch das Impftempo trägt zur Entspannung der Lage bei: Derzeit sind 25 Prozent der impffähigen Bevölkerung bereits zwei Mal geimpft, Anfang Juli werden es 35 bis 38 Prozent sein.

Vorsicht sei vor allem noch bei der Gruppe der 15- bis 30-Jährigen angebracht. Mückstein: „Sie sind mobil, fahren viel herum, halten sich in Umgebungen auf, wo man sich leicht ansteckt – und sind noch wenig geimpft.“ Mückstein appelliert an die Jugendlichen, beim Feiern die Corona-Regeln einzuhalten. Für die Partys zeigt der grüne Minister aber „vollstes Verständnis“. Für die „Schärfe“, mit der die Polizei gegen das Feiern am Karlsplatz eingeschritten ist, hat er wenig übrig. Mückstein: „Mit 45 ist es nicht tragisch, wenn ein Jahr einmal schlechter läuft, aber man ist nur einmal 16. Man hat den Jugendlichen ein Jahr genommen.“ Die Jugendlichen seien in der Pandemie „sehr brav“ gewesen, sie würden nun endlich wieder Freiraum brauchen.

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Und das ist Mücksteins Ausblick auf den Sommer:

Die 3-G-Regel (geimpft, getestet, genesen) wird den Sommer hindurch gelten. Das heißt: In Lokalen, in Hotels, beim Grenzübertritt, bei Veranstaltungen etc. wird der Grüne Pass der Schlüssel zum Eintritt bleiben.

Das viele PCR-Testen hat auch den positiven Nebeneffekt, dass die Gesundheitsbehörden einen Überblick über die Entwicklung des Infektionsgeschehens behalten. Mückstein: „Wir werden die Situation im Hintergrund beobachten, im Notfall regional eingreifen, und uns auf den Herbst vorbereiten.“

Mit Juli könnte der alte Mund-Nasen-Schutz aus Stoff wiederkehren. Mückstein: „Überall dort, wo wir die 3-G-Regel nicht kontrollieren können oder wollen, etwa im Handel, werden weiterhin Masken erforderlich sein. In den Spitälern wird die FFP2-Maske bleiben müssen, überall sonst könnte man auf den alten Mund-Nasen-Schutz zurückkommen. Ich persönlich bin dafür, aber ich möchte die Debatte, die wir gerade mit Experten abhalten, abwarten.“

Und das ist Mücksteins Ausblick auf den Herbst:

Wie das Infektionsgeschehen im September oder Oktober aussehen werde, könne niemand wissen. Aber die Lage werde beobachtet, vor allem die Verbreitung neuer Mutanten.

Von einem dritten Impfdurchgang im Herbst geht Mückstein aus, der Start sei im Oktober zu erwarten (neun Monate nach dem ersten Durchgang, der bekanntlich im Jänner 2021 begonnen hat): „Offen ist, ob die dritte Impfung mit dem derzeitigen Impfstoff erfolgt, oder ob es einen an neue Virusvarianten angepassten Impfstoff geben wird.“

Sechs- bis Achtjährigen die Impfung ersparen. Der Minister appelliert, dass sich möglichst viele ab 12 Jahren impfen lassen. „Umso mehr das tun, desto eher können wir kleineren Kindern zu Schulbeginn das Impfen ersparen.“

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Source:: Kurier.at – Politik

      

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