OGM-Chef: „Freiheitliche sind jetzt in der Oppositionsrolle festgenagelt“

Politik

Die FPÖ werde unter Kickl noch stärker auf „Themen zum Aufregen“ setzen

Nun ist es also fix – Herbert Kickl, der mehrere blaue Parteichefs aus der zweiten Reihe gecoacht hat – übernimmt selbst das Ruder. Verändern wird das nicht viel, sagt OGM-Chef und Meinungsforscher Wolfgang Bachmayer. „Die Wählergruppe bleibt gleich: Menschen, die frustriert und verärgert sind und aus Protest wählen.“

Inhaltlich werde man nun auf „Themen zum Aufregen“ setzen – die hohe Arbeitslosigkeit oder Teuerungsrate.

Allerdings: „Die Freiheitliche Partei ist jetzt zumindest mittelfristig in der Oppositionsposition festgenagelt“, sagt Bachmayer. Es werde sich so schnell niemand finden, der die Kickl-FPÖ als Koalitionspartner möchte. „Das macht es auf eine gewisse Weise auch einfacher, denn inhaltlich gibt es jetzt nur mehr Contra“. Anzunehmen sei auch, dass die Umfragewerte (zuletzt bei 17 Prozent) der FPÖ unter Kickl weiter steigen werden „wenn es keine absoluten Dummheiten gibt“.

Dass die Wahl zum Obmann einstimmig ausgefallen ist, überrascht Bachmayer nicht. Immerhin hatte auch der blaue Chef-Ideologe, Andreas Mölzer, vorab immer wieder betont, dass es Kickl gewesen sei, der die FPÖ nach dem Ibiza-Skandal wieder nach vorne gebracht habe.

Auch für die oberösterreichischen Funktionäre wäre es kontraproduktiv gewesen, gegen Kickl zu stimmen. Ungereimtheiten innerhalb der Partei wären im Landtagswahlkampf ein störendes Thema gewesen. „Kickl hat wie zu erwarten Fakten geschaffen. Seine Gegner haben sich selbst überdribbelt“, fasst auch Politikberater Thomas Hofer zusammen.

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Source:: Kurier.at – Politik

      

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