
Russland ist am Freitag Ziel eines ukrainischen Großangriffs geworden und meldete den Abschuss von 185 unbemannten Fluggeräten in nur zwölf Stunden. Diese wurden über mehreren Regionen abgefangen, vor allem in Zentralrussland. In der Region Brjansk gab es laut dem dortigen Gouverneur einen Toten und einen Verletzten. Auch in der Ukraine gab es zivile Opfer. Zudem tötete ein ukrainischer Drohnenangriff auf ein Hafenterminal im südrussischen Temrjuk am Samstag eine Person.
Das Opfer sei von herabfallenden Drohnentrümmern getroffen worden, drei weitere seien verletzt worden. Darüber hinaus sei in der Anlage in der Region Krasnodar ein Feuer ausgebrochen, teilt Gouverneur Weniamin Kondratjew auf Telegram mit. Auch die Behörden der Region Wolgograd meldeten einen Angriff. In einem Industriegebiet im Bezirk Kotowo sei deswegen ein Brand ausgebrochen.
Zuvor wurden bei dem Drohnenangriff am Freitag allein in der Region Brjansk 62 Drohnen zerstört. Das berichtete der regionale Einsatzstab. Auch die Hauptstadt Moskau wurde offenbar angegriffen. Mehrere auf die Metropole zusteuernde Drohnen seien abgewehrt worden, erklärte Bürgermeister Sergej Sobjanin im Kurznachrichtendienst Telegram. Fachleute untersuchten die Trümmerteile an den Absturzstellen. Nach einer Auswertung russischer Nachrichtenagenturen wurden in Moskau 27 Drohnen zerstört.
Zivile Opfer nach russischen Angriffen in der Ukraine
Indes hatten in der Ukraine russische Attacken einmal mehr schwere Folgen für Zivilisten. In Saporischschja im Südosten des Landes sei ein Mensch bei einem russischen Angriff auf Infrastruktur getötet worden, teilte Militärgouverneur Iwan Fedorow mit. Neun Menschen wurden nach Angaben von Militärgouverneur Olexander Hanscha bei mehreren Angriffen mit Drohnen und Gleitbomben in der Region Dnipropetrowsk verletzt. Mehrstöckige Wohnhäuser, Einfamilienhäuser und Autos seien beschädigt worden und auf einem Markt sei ein Feuer ausgebrochen.
Russische Ölindustrie im Visier
Russland überzieht die Ukraine seit mehr als vier Jahren mit einem zerstörerischen Angriffskrieg. Bei ihren Gegenangriffen nimmt die Ukraine verstärkt die russische Ölindustrie ins Visier. Kiew will damit den Treibstoffnachschub für Moskaus Truppen stören und die für Russlands Finanzierung des Kriegs wichtigen Einnahmen aus dem Ölgeschäft schmälern. Russische Besatzungsbehörden schränkten zuletzt die Ausgabe von Benzin ein und die Regierung in Moskau verhängte ein Ausfuhrverbot für Kerosin aus Russland.
Source:: Kurier.at – Politik



