Baumgartner: „Es reicht mit Mitleid, davon hab ich genug gekriegt“

Sport

Gestützt von Krücken, aber schon in der einen oder anderen Situation mit einem Grinser im Gesicht, betrat Christoph Baumgartner am Freitag das Auditorium der Universität Santa Barbara.

Am Mittwoch, eine Woche nachdem er an der gerissenen Sehne im Oberschenkel operiert worden war, flog der große Pechvogel des österreichischen Teams von Wien nach Los Angeles, um ab sofort im Kreis seiner Freunde zu sein. Ein wichtiger Teil der Mannschaft bleibt er, auch wenn er diese WM als Spieler verpasst. So ist das beim ÖFB-Team und das macht diese Mannschaft auch irgendwie aus.

Baumgartner nahm sich Zeit, um Einblicke in seine Gefühlswelt zu gewähren. Kurz nach der Diagnose habe er es schon wieder geschafft, das Geschehene einigermaßen abzuhaken. „Es reicht jetzt auch mit Mitleid, davon hab ich genug gekriegt“, sagte Baumgartner.

„Es ist passiert und jetzt gibt es für mich nur noch den einen Blick, und das ist der nach vorne. Das gehört halt leider zum Fußball dazu“, sagte der Mittelfeldspieler, der von seinen Kollegen in Santa Barbara herzlich empfangen wurde. „Ich glaube, es kann sich keiner vorstellen, wie glücklich mich das macht, dass ich hier sein darf“, sagte Baumgartner und dankte seinem Klub RB Leipzig für die Freigabe, die Reha während der WM beim ÖFB machen zu dürfen.

„Jetzt heißt es für mich, die Mannschaft so gut wie möglich zu unterstützen und selbst so gut wie möglich alles dafür zu tun, dass ich so nachhaltig wie möglich, gesund werde.“ Zeitdruck wolle er sich keinen machen. „Für mich ist das Wichtigste, dass ich, wann auch immer, wieder ohne Schmerzen auf dem Platz stehen kann.“

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Schiedsrichter? Sicher nicht!

Was er nun tun werde im Teamcamp, wenn er nicht gerade mit einem Physiotherapeuten arbeitet? Michael Gregoritsch, sein engster Freund unter den Spielern, hatte gemeint: „Ich kann mir vorstellen, dass er das eine oder andere Trainingsspiel als Schiedsrichter begleitet.“ Kumpel Baumgartner widersprach: „Ich weiß nicht, ob ich der beste Schiri bin, da bin ich zu emotional und würde mit den Jungs zum Streiten beginnen.“

Er wolle jedenfalls sein gutes Auge und seine Erfahrung einbringen. „Ich habe mir schon das interne Testspiel am Laptop angesehen und dem Trainerteam gesagt, was mir aufgefallen ist. Aber trotzdem weiß ich, was meine Rolle ist. Ich bin kein Trainer oder Co-Trainer.“

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Source:: Kurier.at – Sport

      

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