Argentiniens Tennis-Star Sabatini: „Bei der WM kann alles passieren“

Sport

Während auf den Rasenplätzen der Mallorca Championships Tennis gespielt wird, blickt eine der größten Legenden des Sports bereits gespannt auf ein anderes Großereignis: das WM-Duell zwischen Argentinien und Österreich. Für die ehemalige Tenniskönigin Gabriela Sabatini ist die Begegnung am Montag keine klare Angelegenheit.

„Ich glaube, es wird für beide Teams ein schwieriges Spiel“, sagte Sabatini. Die Argentinierin zollte dem ÖFB-Team großen Respekt: „Die Österreicher spielen sehr gut, sie haben eine starke Mannschaft.“ Zwar sei Titelverteidiger Argentinien gut ins Turnier gestartet, doch gerade bei einer Weltmeisterschaft seien Prognosen schwierig. „Bei einer WM kann man nie vorhersagen, was passiert. Alles kann passieren.“

Dass Sabatini ein großer Fußballfan ist, ist kein Geheimnis. Ihre sportliche Heimat ist der traditionsreiche Klub River Plate. Dort trainierte sie einst als Tennisspielerin und entwickelte ihre Leidenschaft für den Fußball. „Ich bin mit River Plate verbunden. Früher bin ich nach dem Tennistraining oft geblieben, um die Fußballspiele anzuschauen. Auch heute gehe ich noch so oft wie möglich ins Stadion, wenn ich in Argentinien bin.“

Der WM-Triumph vor vier Jahren habe das Land nachhaltig geprägt. „Fußball ist in Argentinien mit Abstand die wichtigste Sportart“, erklärte Sabatini. Der Titelgewinn habe selbst Menschen begeistert, die sonst kaum Fußball verfolgen. „Die Feierlichkeiten waren unglaublich. Alle waren auf den Straßen.“ Besonders emotional sei für sie gewesen, dass sie das Turnier erstmals in Argentinien und nicht wie sonst häufig in Europa verfolgt habe. „Es war etwas ganz Besonderes, diesen Moment mit meinem Volk zu teilen.“

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Eine erfolgreiche Titelverteidigung hält die 56-Jährige zwar für möglich, aber keineswegs für selbstverständlich. „Wir alle wissen, dass es schwierig wird, zweimal hintereinander Weltmeister zu werden.“ Dennoch sieht sie gute Voraussetzungen: „Die Mannschaft ist stark, dazu kommen sehr gute junge Spieler. Aber man muss von Spiel zu Spiel denken.“

Große Sorgen bereitet den Gegnern weiterhin Superstar Lionel Messi. Auf die Frage, wie Österreich den Weltfußballer stoppen könne, musste Sabatini schmunzeln. „Das wird schwer. Dafür braucht man eine große Strategie.“ Besonders gefährlich sei Messi im Nationalteam. „Er ist immer extrem motiviert, wenn er für Argentinien spielt.“ Gleichzeitig warnte sie davor, sich ausschließlich auf den Ausnahmekönner zu konzentrieren: „Man muss auch die anderen Spieler kontrollieren, die ihn unterstützen.“

Auch Österreich traut Sabatini einiges zu. Nach dem erfolgreichen Auftakt gehe die Mannschaft mit viel Selbstvertrauen in die Partie. „Sie haben jetzt viel Vertrauen nach ihrem 3:1-Sieg gegen Jordanien. Es wird ein hartes Spiel.“

Neben Fußball sprach Sabatini auch über den österreichischen Tennissport. Die seit dieser Saison für Österreich spielende Anastasia Potapowa verfolgt sie zwar nicht im Detail, attestiert ihr aber großes Potenzial: „Sie hat eine sehr gute Sandplatzsaison gespielt. Es ist schön, dass sie für Österreich antritt. Das wird ihr sicher zusätzliche Unterstützung und Selbstvertrauen geben.“

Besonders angetan zeigte sich Sabatini von Nachwuchshoffnung Lilli Tagger. Die Argentinierin kennt die junge Österreicherin über ihre enge Freundin Francesca Schiavone, die Tagger trainiert, und hat sie zuletzt mehrfach beobachtet. „Ich liebe ihre Art zu spielen. Sie hat ein wunderschönes Spiel und eine große Zukunft vor sich.“ Tagger sei bei Schiavone „in sehr guten Händen“.

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Source:: Kurier.at – Sport

      

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