
Österreich wird vor Anpfiff der Partie gegen Algerien also wissen, wohin unter gewissen Umständen die Reise bei der WM weitergeht.
Bei einem Sieg und einem Unentschieden bleibt man Gruppenzweiter vor Algerien und trifft aller Voraussicht nach im Sechzehntelfinale auf Titelfavorit Spanien.
Verliert man jedoch knapp, dürfte man als einer der acht besten Gruppendritten aufsteigen und hätte der Papierform nach sogar ein leichteres Los.
Soll man also taktieren und verlieren?
Nein, weil Teamchef Ralf Rangnick angetreten ist mit dem Motto, dass man gegen jeden Gegner, wie gut er auch sei, gewinnen möchte. Über die Jahre hat er diese Siegermentalität in das Team implementiert.
Nein, weil das Unterfangen ohnehin ein riskantes wäre.
Nein, weil solch ein Vorgehen auch international für negative Schlagzeilen sorgen würde.
Trifft Österreich tatsächlich in Los Angeles auf den WM-Titelmitfavoriten Spanien, dann hätten Alaba und Kollegen – wie schon gegen Argentinien – nichts zu verlieren. Scheidet man aus, verabschiedet man sich erhobenen Hauptes von der WM. Gelingt die Sensation, dann wären Rangnick und seine Spieler Nationalhelden.
Was bleiben wird
Umgekehrt gibt es keine Garantie auf ein Weiterkommen, wenn man als Dritter auf einen vermeintlich leichteren Gegner wie Kanada oder die Schweiz trifft.
Man stelle sich vor, dass man in diesem Sechzehntelfinale den Kürzeren zieht und erst recht den Heimflug buchen muss.
Was dann von der WM bleiben würde? Ein Sieg über Jordanien in der Vorrunde. Das ist nie und nimmer der Anspruch von Rangnick und seiner Mannschaft.
Source:: Kurier.at – Sport



