
Während Spanien noch den WM-Titel feierte, begann in Graz schon die Jagd nach dem nächsten großen Fußball-Traum. Der SK Sturm Graz startete am Dienstagabend gegen Hearts of Midlothian in die 2. Qualifikationsrunde der Champions League. Das Ziel: Nach zwei Jahren wieder der Sprung in die Königsklasse.
Deutlicher Sieg: Sturm mit einem Bein in 3. Quali-Runde
Mit einem 4:0-Sieg gegen Hearts stehen die Grazer schon mit einem Bein in der 3. Quali-Runde. Dort würden die Steirer dann entweder auf Fenerbahce (TUR) oder Gornik Zabrze (POL) treffen.
Gegen die Schotten mussten die Grazer zunächst auf Otar Kiteishvili verzichten. Der Georgier, der weite Teile der Vorbereitung aufgrund einer Wadenblessur verpasst hatte, nahm gegen den schottischen Vizemeister vorerst nur auf der Bank Platz.
Traumstart der Grazer
Nicht einmal vier Minuten waren gespielt, da durfte Kiteishvili auf der Bank bereits jubeln. Kapitän Jon Gorenc Stankovic brachte die Hausherren nach einem weiten Einwurf per Kopf in Führung (4.). Nur wenige Minuten später hätte Seedy Jatta erhöhen können. Der Norweger traf nach einem Eckball aber nur die Stange (10.).
In der Folge wirkte die Defensive des österreichischen Vizemeisters nicht immer sattelfest, wirkliche Torgefahr konnten die Schotten jedoch zunächst nicht erzeugen. In der 34. Minute hatte Hearts durch Kyziridis schließlich die erste große Topchance. Der Grieche scheiterte aber frei vor Goalie Khudyakov und setzte den Ball knapp am Tor vorbei.
Mit der knappen 1:0-Führung für Sturm ging es schließlich in die Pause.
Furioser Wiederbeginn nach Kiteishvili-Einwechslung
Zur Pause reagierte Sturm-Trainer Ingolitsch und brachte Kiteishvili. Die Einwechslung machte sich sofort bemerkbar: Die Grazer erhöhten den Druck und sorgten innerhalb weniger Minuten für klare Verhältnisse.
Zunächst war es Mitchell, der nach einer Kiteishvili-Ecke per Kopf auf 2:0 stellte (50.). Nur drei Minuten später erhöhte Youngster Luca Weinhandl. Der Schuss des 17-Jährigen wurde für Goalie Schwolow unhaltbar abgefälscht (53.). Emran Soglo hatte wenig später sogar den vierten Treffer auf dem Fuß, traf aber nur die Stange (56.).
Neuzugang setzt Schlusspunkt
Diesen erzielte dann Neuzugang Jürgen Heil. Der Steirer traf aus spitzem Winkel zum 4:0 nach 59 Minuten. In der Folge schaltete Sturm einen Gang zurück und überließ den Schotten mehr Ballbesitz. Hearts wusste damit allerdings wenig anzufangen. So reist der österreichische Vizemeister mit einem komfortablen Vorsprung zum Rückspiel am kommenden Dienstag nach Edinburgh.
Source:: Kurier.at – Sport



