
Die Vorfreude im „KURIER Austria Davis Cup Team“ ist groß. Jürgen Melzer, der das Flaggschiff am 18. und 19. September Richtung Bologna steuern will, wirkt entspannt. Weil er alle Mann an Bord hat.
Auch der zuletzt verletzte Filip Misolic ist nach überstandener Fersenverletzung ein Thema für das Davis-Cup-Spektakel im Wiener Prater am Areal des WAC, dem ältesten Klub Österreichs. „Er hat mich gefragt, ob ich mit ihm trainieren kann. Er ist wieder voll fit und sollte Ende August wieder Turniere spielen. Die US Open sind auf jeden Fall eingeplant.“
Jurij Rodionov gewinnt nach einer längeren Durststrecke auch wieder. Ob es jetzt endgültig aufwärts geht, beantwortete der 27-Jährige, der im Vorjahr mit seinen Siegen in Ungarn zum Helden avancierte, mit dem Satz: „Bei mir weiß man nie. Da gewinne ich drei Turniere und dann ein halbes Jahr kein Match.“ Ein Satz, den Melzer mit einem Lächeln quittierte. „So ist er eben. Aber im Davis Cup spielt er immer gut“, denkt Österreichs Rekordspieler im Team schon an das Spektakel im Wiener Prater gegen die Belgier. In Kitzbühel besiegte Rodionov nach überstandener Qualifikation zum Auftakt den Vorarlberger Joel Schwärzler 6:2, 6:4. Der 20-Jährige kommt nicht so auf Touren. „In dem Alter kann es aber schnell gehen“, sagt Melzer über den 20-Jährigen.
Auf Lukas Neumayer, der in der ersten Runde am deutschen Kitzbühel-Spezialisten Yannick Hanfmann scheiterte, wartet noch ein bisschen Arbeit, die sich Melzer mit Top-Trainer Günter Bresnik aufteilt. „Ich trainiere seit drei Wochen mit Lukas. Die Aufteilung klappt gut. “Zu seinem Aus beim Generali Open sagt Melzer: „Er spielte gut, hätte im ersten Satz aber den Satzball nützen müssen. Aber er ist auf einem richtigen Weg.“ Zumindest im Doppel steht er mit Schwärzler im Kitz-Viertelfinale.
Ofner ausgeschieden
Sebastian Ofner ist von diesem nach guten Leistungen wieder abgekommen. Der Steirer verlor in der 1. Runde von Kitzbühel gegen den Slowaken Alex Molcan nach nur 68 Minuten 4:6, 4:6. „Wenn du nicht in die Ralleys kommt, wird es hier in der Höhenlage schwer“, sagte Ofner.
Im Doppel hofft Melzer auf eine baldige Genesung von Alex Erler, damit dieser in Wien wieder mit seinem Standardpartner Lucas Miedler aufschlagen kann. Aber es gibt noch eine andere Option: Neil Oberleitner ist heuer im Vormarsch. „Und das mit unterschiedlichen Partnern. Er ist auf jeden Fall ein Thema“, sagt Melzer. In Kitzbühel spielte der Neffe von Turnierdirektor Alexander Antonitsch an der Seite seines neuen Arbeitskollegen Petr Nouza aus Tschechien. Miedler ist mit Marc Polmans am Mittwoch an der Reihe, mit dem Australier gewann er zuletzt in Gstaad. „Wir sind noch nicht lange zusammen, aber bis jetzt passt es“, sagt Miedler. „Im Doppel weiß man nie, was kommt.“
Was kommen wird, weiß Melzer auch nicht von den Belgiern. „Die haben drei Einzelspieler, wo es wahrscheinlich egal ist, wen sie reinstellen. Was es für mich schwieriger macht, weil du nicht weißt, wer von den diesen drei spielt“, sagt Melzer. Klar ist, dass Österreich Außenseiter ist.
Source:: Kurier.at – Sport



