Börseblick: US-Märkte bleiben auf Rekordkurs

Wirtschaft

Der Währungsfonds geht von weiter steigenden Kursen aus. Auch in Europa sorgt Konjunkturoptimismus für Auftrieb. Heute steht Frequentis im Fokus.

Der Internationale Währungsfonds (IWF) rechnet auf kurze bis mittlere Sicht mit einem anhaltenden Boom an den US-Börsen. Trotz bereits sehr hoher Kurse würden ein starkes Wirtschaftswachstum und eine lockere Geldpolitik für weiteren Auftrieb sorgen. Investoren würden jedoch übermäßige Risiken eingehen. Allein der breit gefasste S&P-Index hat seit vergangenem September mehr als 21 Prozent zugelegt.

Relativ zu den Fundamentaldaten sei das Niveau an den Börsen überzogen, wenn die Unsicherheit hinsichtlich der wirtschaftlichen Entwicklung in Betracht gezogen werde, sagte IWF-Finanzexperte Tobias Adrian. Insbesondere die Bewertungen im Technologiesektor seien übertrieben. „Wir befinden uns in einer weiteren Tech-Revolution, in etwa wie 1999, und es könnte irgendwann zu einer Anpassung kommen“, warnte er. Kurzfristig und vielleicht auch mittelfristig blieben die Finanzierungsbedingungen aber konjunkturstützend und der Boom an den Märkten halte an.

Und das nicht nur in den USA, sondern auch in Europa. „Der Konjunkturoptimismus treibt die Finanzmärkte an. Die Pandemie ist für die Mehrheit der Marktteilnehmer im Augenblick kein Thema mehr“, kommentierte Analyst Christian Henke von IG Deutschland. Die Anleger setzten auf eine künftige Wirtschaftserholung, hieß es weiter.

Aktuelle Daten aus Europa fanden dementsprechend Beachtung: Der Konjunkturoptimismus der Anleger für die Eurozone hat sich im April unerwartet deutlich verstärkt. Der Konjunkturindex des Analysehauses Sentix für den gemeinsamen Währungsraum erreichte den höchsten Wert seit August 2018.

Trotz der anhaltenden Coronapandemie hat der Währungsfonds IWF zudem seine globale Konjunkturprognose für heuer und 2022 angehoben. Angetrieben von einem Aufschwung in den Industrieländern soll die Weltwirtschaft 2021 um 6 Prozent und im kommenden Jahr um 4,4 Prozent wachsen, wie der IWF mitteilte.

  Messtechnik aus Wien im Einsatz gegen Coronavirus

Wiener Börse

Zu den größeren Gewinnern unter den Wiener Einzelwerten zählten DO & CO mit plus 3,26 Prozent sowie Rosenbauer, die um 3,84 Prozent gewannen. Unter den Indexschwergewichten zeigten sich voestalpine mit einem Kursanstieg um 2,29 Prozent stark. Semperit konnten sich 1,06 Prozent auf 38,20 Euro verbessern. Die Analysten der Erste Group haben ihr Kursziel von bisher 30,70 auf nunmehr 44,00 Euro angehoben. Das Anlagevotum „Accumulate“ wurde unverändert beibehalten. Marinomed zeigten sich mit plus 0,36 Prozent auf 140,50 Euro freundlich. Hier haben die Analysten der Erste Group ihr Kursziel von 135,7 auf 168,7 Euro erhöht. Die Kaufempfehlung „Buy“ wurde bestätigt.

Heute, Mittwoch, stehen die Jahreszahlen von Frequentis im Fokus. In der Vorwoche kündigte die jahrelange Finanzvorständin und Ehefrau von Firmengründer Hannes Bardach, Sylvia Bardach, des Wiener Technologieunternehmens Frequentis, an, Mitte April den Vorstand zu verlassen und einen Sitz im Aufsichtsrat anzustreben. Sie war dafür verantwortlich, dass das Unternehmen bei der Pleite gegangenen burgenländischen Commerzialbank Einlagen in Höhe von 31 Mio. Euro geparkt hatte.

 

 

 

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Source:: Kurier.at – Wirtschaft

      

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