Novartis baut um und streicht Jobs in Österreich

Wirtschaft

Bei Sandoz in Wien fallen 40 von 140 Stellen weg. In Tirol sollen mehrere Hundert betroffen sein.

Der Schweizer Pharmakonzern Novartis strukturiert im Rahmen eines globalen Transformationsprozesses seine Standorte in Österreich um und baut massiv Stellen ab. Wie der KURIER aus Unternehmenskreisen erfuhr, fallen bei der Novartis-Tochter Sandoz Gmbh in Wien rund 40 von 140 Arbeitsplätzen weg. Für die betroffenen Mitarbeiter wurde ein Sozialplan ausgearbeitet. An den beiden Sandoz-Produktionsstandorten in Tirol (Kundl und Schaftenau), wo rund 4.000 Beschäftigte arbeiten, sollen mehrere Hundert Arbeitsplätze vom Umbau betroffen sein.

Novartis-Sprecher Mark Joainig bestätigt die Umstrukturierungen im Konzernverbund und verweist auf eine Mitarbeiterversammlung am kommenden Montag, bei der weitere Details bekannt gegeben werden. Konkrete Zahlen wollte er zuvor nicht nennen, der Abbau erfolge nicht nur über Kündigungen. Es gehe im Konzern um die Anpassung an neue Marktbedingungen.

Umschichtungen

Bereits Ende 2018 war von einem größeren Jobabbau im Antibiotika-Werk in Kundl die Rede, dafür sollten im Werk Schaftenau 200 neue Mitarbeiter eingestellt werden. Bis 2021 werden dort insgesamt 200 Millionen Euro in eine neue biotechnologische Produktionsanlage und eine zusätzliche Produktionslinie für die Herstellung steriler Fertigspritzen investiert.

Fertigprodukte

Schon länger bekannt ist, dass sich der Tiroler Sandoz-Standort auf die Herstellung von Fertigprodukten konzentrieren und ein „Center of Excellence“ im Konzernverbund werden soll. Erst kürzlich wurde bekannt, dass der zu Novartis gehörende slowenische Pharmakonzern Lek seine Fertigproduktion für orale Penicilline nach Kundl verlegen wird. Novartis-Österreich-Chef Michael Kocher kommentierte die Verlagerung als „absolut positive Nachricht für den Standort Kundl“.

In Tirol wird ein Großteil der Weltproduktion von Penicillin hergestellt. Um sich am Weltmarkt besser zu behaupten, soll Sandoz eigenständiger werden. anita staudacher

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Source:: Kurier.at – Wirtschaft

      

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