Tourismus: Österreich will mehr Personal aus Griechenland holen

Wirtschaft

Österreich und Griechenland sollten beim Thema Tourismus enger kooperieren, so der Plan der zuständigen Staatssekretärin Elisabeth Zehetner (ÖVP) anlässlich eines Treffens mit der griechischen Tourismusministerin Olga Kefalogianni in Salzburg. Zentrale Punkte der Gespräche sind der Arbeitsmarkt und die Fachkräftesicherung. Aber auch Ganzjahrestourismus, nachhaltige Entwicklung von Destinationen, Bergtourismus sowie touristische Aus- und Weiterbildung stehen auf der Agenda.

Das Thema Arbeitsmarkt ist ein Schwerpunkt der Gespräche. Im Vorjahr waren rund 2.000 Personen aus Griechenland in Österreich in Beherbergung und Gastronomie beschäftigt. Hier strebt Zehetner eine engere Zusammenarbeit der Arbeitsmarktservices und eine bessere Nutzung des europäischen EURES-Netzwerks an. „Tourismus ist ein Menschenbusiness“, so Zehetner laut einer Aussendung. „Ohne engagierte Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter gibt es keine gute Gastfreundschaft und keinen erfolgreichen Tourismusstandort. Der Wettbewerb um Fachkräfte wird daher zu einer der zentralen europäischen Zukunftsfragen“.

Österreich will Fachkräfte für den kommenden Winter rekrutieren

Über ein neues digitales Vermittlungssystem des Arbeitsmarktservice sollen Bewerberinnen und Bewerber, Unternehmen und Arbeitsmarktservices vernetzt werden. Erste Pilotprojekte mit Griechenland und Zypern sind bereits für Sommer und Herbst vorgesehen. Weiters wird eine Rekrutierungsveranstaltung in Griechenland vorbereitet, um Fachkräfte für die Wintersaison 2025/26 zu gewinnen. „Österreichische Betriebe suchen qualifizierte Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter, während Menschen in anderen Mitgliedstaaten nach guten Beschäftigungsmöglichkeiten suchen“, merkte Zehetner an. „Politik muss diese beiden Seiten schneller und unbürokratischer zusammenbringen“.

Bei den Gesprächen anlässlich eines gemeinsamen Besuches der Salzburger Festspiele geht es unter anderem auch um die Verlängerung der Saison, die Akzeptanz des Tourismus in den Regionen sowie Themen wie Nachhaltigkeit, Digitalisierung und Infrastruktur. „Ganzjahrestourismus bedeutet mehr Planungssicherheit für Betriebe, stabilere Arbeitsplätze und mehr Wertschöpfung in den Regionen“, sagte Zehetner. „Es geht nicht darum, überall immer mehr Gäste zu haben. Es geht darum, Angebote intelligent weiterzuentwickeln, Saisonen zu verlängern und vorhandene Infrastruktur besser zu nutzen“.

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Die beiden Länder sollen durch die Kooperation voneinander lernen

Griechenland könne von den österreichischen Erfahrungen im Bergtourismus, aber auch bei der Entwicklung ganzjähriger Angebote, bei touristischer Infrastruktur und nachhaltiger Mobilität profitieren, teilte das Wirtschaftsministerium weiters mit. In puncto Agrotourismus, Gastronomie, barrierefreiem Tourismus und regionalen Beobachtungsstellen für nachhaltige Tourismusentwicklung könne hingegen Österreich von Griechenland lernen.

„Viele zentrale Fragen des Tourismus lassen sich nicht mehr national lösen“, betonte die Staatssekretärin. „Fachkräfte, Nachhaltigkeit, Digitalisierung und die Akzeptanz in den Destinationen sind europäische Aufgaben. Österreich wird sich dabei weiterhin aktiv einbringen und gemeinsam mit starken Partnern wie Griechenland konkrete Lösungen vorantreiben“.

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Source:: Kurier.at – Wirtschaft

      

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