Pianist Oleg Maisenberg mit knapp 81 Jahren gestorben

Kultur

Oleg Maisenberg, am 29. April 1945 in Odessa (heute Ukraine) geboren, starb am 16. April – wenige Tage vor seinem 81. Geburtstag. Das teilte das Wiener Konzerthaus in einer Aussendung mit: „Er war einer der sensibelsten Pianisten seiner Zeit, sein Spiel war prägnant und zugleich von Zurückhaltung, Innerlichkeit und feiner Klangkultur geprägt.“

Von 1966 bis 1971 hatte Maisenberg am Gnessin-Institut in Moskau bei Alexander Jocheles studiert, dessen Assistent er später wurde. Beim Schubert-Wettbewerb 1967 in Wien gewann er den zweiten Preis. 1981 emigrierte Maisenberg in den Westen und ließ sich in Wien nieder, von 1998 an lehrte er an der Universität für Musik und darstellende Kunst (mdw).

Maisenbergs Repertoire reichte von der Wiener Klassik über die Romantik bis zur Musik des 20. Jahrhunderts. Als langjähriger Kammermusikpartner von Gidon Kremer sowie als hochsensibler Liedbegleiter von Hermann Prey, Robert Holl, Bernarda Fink und anderen hat er die Qualität des gemeinsamen Musizierens stets über den äußeren Effekt gestellt. Dem Wiener Konzerthaus war Oleg Maisenberg über Jahrzehnte eng verbunden: Zwischen 1981 und 2019 trat er hier 121 Mal auf. Für sein Schaffen wurde er mehrfach ausgezeichnet, unter anderem mit dem Österreichischen Ehrenkreuz für Wissenschaft und Kunst I. Klasse.

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Source:: Kurier.at – Kultur

      

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