Mehr als 5.400 Euro pro Quadratmeter: Wenig Angebot verteuert Wohnungen in Wien

Wirtschaft

Die Wirtschaftskammer Wien ortet für die Bundeshauptstadt 2025 einen „weiteren Preisanstieg in nahezu allen Segmenten des Wohnungsmarktes“. Angesichts der hohen Preise sind Bestandsimmobilien „besonders gefragt“. Gebrauchte Eigentumswohnungen verteuerten sich mit einem Plus von 3,2 Prozent auf im Schnitt 3.810 Euro pro Quadratmeter stärker als Erstbezugswohnungen mit einem Preisanstieg um 2,7 Prozent auf 5.431 Euro. Die Nettomieten stiegen um 2,1 Prozent auf 11,81 Euro.

Die Preise für Reihenhäuser erhöhten sich im abgelaufenen Jahr gegenüber 2024 laut Immobilienpreisspiegel der Wirtschaftskammer um 2,7 Prozent auf durchschnittlich 3.194 Euro pro Quadratmeter und jene für Einfamilienhäuser um 1,9 Prozent auf 3.327 Euro. Für Baugrundstücke waren im abgelaufenen Jahr im Schnitt 970,5 Euro pro Quadratmeter fällig.

Verstärkter Marktdruck

Die steigenden Preise sind laut Obmann der Fachgruppe der Immobilien- und Vermögenstreuhänder der Wirtschaftskammer Wien, Michael Pisecky, „ein klares Warnsignal“. Das Wohnungsangebot in Wien verknappe sich zusehends – sowohl im Neubau als auch bei der Sanierung des Bestands. „Wenn hier politisch nicht schnell gegengesteuert wird, wird das Angebot weiter zurückgehen und Wohnen in Wien noch teurer werden“, sagte er am Freitag in einer Aussendung.

Die Nachfrage treffe auf ein Angebot, das nicht rasch genug nachwachse. „Wenn zu wenig neuer Wohnraum geschaffen und zugleich zu wenig im Bestand saniert und aktiviert wird, verschärft sich der Druck auf den Markt weiter“, bekräftigte der Bauträger-Sprecher der Immobilientreuhänder Wien, Clemens Biffl. Die Folgen seien zunehmend steigende Preise, sinkende Verfügbarkeit und Belastungen für Wohnungssuchende.

Deutlich weniger Fertigstellungen

„Die Fertigstellungszahlen haben sich in den vergangenen acht Jahren fast halbiert – es besteht dringend Handlungsbedarf“, betonte Pisecky. Es würden dringend eine Ankurbelung des Wohnbaus und deutlich mehr Tempo bei der Bestandssanierung gebraucht, so die beiden Interessenvertreter weiters.

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Neben konkreten Impulsen für Neubau und Sanierung sei aber auch eine Nachverdichtung in den gebauten Gebieten nötig, um die Versorgung in Wien langfristig sicherzustellen. „Es braucht die Nutzungsmöglichkeit von vorhandenen Flächen für zusätzliche Wohnungen auch in der bebauten Stadt“, so Pisecky.

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Source:: Kurier.at – Wirtschaft

      

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