Oberösterreichischer Konzern profitiert vom Strombedarf bei Rechenzentren

Wirtschaft

Die oberösterreichische Technologiegruppe Miba meldet für das abgelaufene Geschäftsjahr 2025/26 (1. Februar 2025 bis 31. Jänner 2026) einen Rekordumsatz von mehr als 1,2 Milliarden Euro. Im Vergleich zum Vorjahr stieg der Umsatz um 15 Millionen Euro oder 1,2 Prozent. 

Wachstumstreiber war für das Unternehmen vor allem der Bereich Energiegewinnung, -übertragung, -speicherung und nutzung. Miba liefert wichtige Bauteile für Windturbinen, Wasserkraftwerke, Solaranlagen sowie effiziente Stromnetze mit geringen Übertragungsverlusten. 

Dieses Geschäftsfeld sei in den vergangenen drei Jahren um 75 Prozent gewachsen. Es trage inzwischen mit mehr als 230 Millionen Euro rund 20 Prozent zum Umsatz bei, heißt es in einer Aussendung. 

Gleitlagertechnologie für Rechenzentren

Große Nachfrage gibt es durch den wachsenden Strombedarf von Rechenzentren für Künstliche Intelligenz (KI). Betreiber würden in den USA teils Strom direkt vor Ort erzeugen, weil öffentliche Netze an Grenzen stoßen. Dabei kämen Motoren und Turbinen mit Gleitlagertechnologie der Miba zum Einsatz. Auch in Notstromaggregaten dieser Rechenzentren seien Miba-Gleitlager verbaut.

Weitere Wachstumsfelder sind laut Miba Lösungen für saubere Schiffsmotoren und Luftfahrt. Das Schifffahrtsgeschäft legte im Vorjahr um 10 Prozent zu und habe sich in drei Jahren verdoppelt. 

Mit der Erweiterung des Produktspektrums soll die Abhängigkeit von einzelnen Branchen reduziert werden. 62 Prozent des Umsatzes kamen im Vorjahr bereits aus dem Industriegütermarkt. 38 Prozent erwirtschaftete Miba in der Automobilindustrie. 

54 Millionen Euro für Forschung und Entwicklung

Miba investierte im Geschäftsjahr 54 Millionen Euro in Forschung und Entwicklung. Das entspricht einer F&E-Quote von 4,5 Prozent. Für 22 neue Erfindungen wurden erstmals Patente angemeldet. Insgesamt hält Miba nach eigenen Angaben weltweit 830 Patente. Rund 300 der weltweit 7.400 Beschäftigte arbeiten in der Forschung und Entwicklung.

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Die Eigenkapitalquote stieg laut Miba auf 60,9 Prozent, nach 58,3 Prozent im Jahr davor. „Unsere große finanzielle Unabhängigkeit schafft die nötigen Gestaltungsspielräume für Zukunftsinvestitionen“, sagt Miba-Vorstandschef F. Peter Mitterbauer. Ergebniszahlen gibt das Unternehmen keine bekannt. 

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Source:: Kurier.at – Wirtschaft

      

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