Helen Mirren, Amy Schumer und Co wenden sich gegen Israel-Boykott bei Song Contest

Kultur

Am Mittwoch war eine Petition bekannt geworden, mit der über 1.100 Musikerinnen und Musiker – von Pink-Floyd-Mitbegründer Roger Waters, über Peter Gabriel bis hin zur britischen Band Massive Attack – zum Boykott des Wiener Song Contests wegen der Teilnahme Israels aufriefen. Doch auch ein gegenläufiger Offener Brief hat mittlerweile über 1.000 namhafte Kunstschaffende versammelt, die sich wiederum für Israels Teilnahme am Bewerb und gegen einen Boykott aussprechen.

Unterzeichnet wurde der Offene Brief der Organisation „Creative Community For Peace“ von Hollywoodstars wie Helen Mirren, Liev Schreiber, Amy Schumer, Mila Kunis, Selma Blair oder Jennifer Jason Leigh, aber auch von Musikschaffenden wie dem Kiss-Mitbegründer Gene Simmons. Darin heißt es: „Wir waren enttäuscht und schockiert, dass manche Mitglieder der Unterhaltungsindustrie zum Ausschluss Israels vom Contest aufgerufen haben – als Antwort auf das größte Massaker an Juden seit dem Holocaust.“ Anlass für die Debatte um Israels ESC-Teilnahme war der israelische Militäreinsatz im Gazastreifen als Reaktion auf den Angriff der islamistischen Palästinenserorganisation Hamas auf Israel am 7. Oktober 2023.

„Untergraben Geist des Events“

„Wir glauben daran, dass Veranstaltungen wie Gesangswettbewerbe eine enorme Bedeutung haben, um kulturelle Unterschiede zu überbrücken und die Menschen unterschiedlichster Herkunft durch ihre gemeinsame Liebe zur Musik zusammenbringen“, heißt es in dem Offenen Brief weiters: „Jene, die zum Ausschluss Israels aufrufen, untergraben den Geist des Bewerbs und verändern ihn von einer gemeinsamen Feier der Einheit hin zu einem politischen Instrument.“

Boykott-Proponenten mit Aufruf an die Community

Im Boykott-Aufruf der Gegenseite unter dem Titel „No Music for Genocide“ heißt es hingegen: „Als Musiker*innen und Kulturschaffende lehnen wir es ab, dass der Eurovision Song Contest genutzt wird, um Israels Völkermord und brutale militärische Besatzung gegen die Palästinenser*innen zu normalisieren und zu beschönigen. Solange die EBU den in den Völkermord verstrickten israelischen Sender KAN am Wettbewerb teilnehmen lässt, fordern wir alle öffentlich-rechtlichen Rundfunkanstalten, Künstler*innen, Veranstalter*innen von Public Viewings, Crews und Fans dazu auf, den diesjährigen Eurovision Song Contest zu boykottieren.“

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Gegen die Teilnahme Israels ist am 16. Mai in Wien eine Demonstration unter dem Titel „Keine Bühne zur Legitimation des Völkermords – Freiheit für Palästina“ angemeldet worden. Überdies sollen Künstlerinnen und Künstler am Tag vor dem Finale in der Venediger Au beim „Song Protest“ auftreten.

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Source:: Kurier.at – Kultur

      

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