Wer wird Meister? Der Bundesliga-Vierkampf im Zeichen der Sterne

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Nach 29 Runden und davon 20 Spielen auf der Trainerbank hat es Didi Kühbauer geschafft: Der LASK, der bei Amtsantritt des Burgenländers im Oktober 2025 Vorletzter war, ist Tabellenführer und kann nach dem souveränen 5:1 in Hartberg aus eigener Kraft das Double holen.

Am Freitag wartet das Cupfinale in Klagenfurt gegen Außenseiter Altach, am Montag kommt es zum Liga-Schlager in Linz gegen Rapid.

Cupsieger verändert Europacup-Ticketvergabe 

Die Hütteldorfer sollten beim Endspiel zum LASK halten: Nur wenn das Kühbauer-Team gewinnt, ist der Tabellenvierte fix im Europacup. Bei einem Cupsieg der Altacher würde der Rang, den aktuell Rapid belegt, lediglich fürs Play-off um das letzte Europacup-Ticket reichen.

Der KURIER-Überblick

Bei der wohl spannendsten Saison der 1974 gegründeten Bundesliga und so viel offenen Fragen ist es Zeit für einen Überblick: Wer kann wie Meister werden und worum geht es noch?

1. LASK (30 Punkte*)

Noch drei Siege, und die Athletiker sind erstmals seit 1965 Meister, dafür garantiert das Sternderl. Im Unterschied zu Sturm wurde beim LASK bei der letztmals durchgeführten Punkteteilung nämlich abgerundet, deswegen sind die Linzer bei Punktegleichheit Kraft des Sterns – wie jetzt – automatisch vor den Grazern.

Aber Achtung: Die einzigen beiden Niederlagen in den 23 Partien mit Kühbauer gab es gegen Rapid (2:4) und Salzburg (1:5). Das sind die beiden kommenden Gegner.

Übrigens: Ein FC Kühbauer mit allen Punkten aus dem Saisonstart mit dem WAC und dem LASK hätte nun 35 Punkte plus Stern, wäre also fast fix Meister.

2. Sturm (30 Punkte)

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Die Grazer übernahmen in der letzten Runde des Grunddurchgangs die Führung und behaupteten diese sechs Spieltage. Das vierte Unentschieden in Folge war eines zu viel. Weil Sturm der Stern fehlt und alle Partien gegen den LASK gespielt sind, ist die Titelverteidigung nicht mehr in eigener Hand.

Die Darbietungen waren ohnehin alles andere als meisterlich, selbst bei zehn Partien ohne Niederlage. Auf Trainer Fabio Ingolitsch warten jetzt zwei Auswärtsspiele, zuerst in Salzburg. „Die Gegner, die nach Graz kommen, stellen den Mannschaftsbus hinten rein“, sagt Ingolitsch angesprochen auf die Stürmer-Flaute.

Seit vier Matches gab es kein Tor aus dem Spiel.

3. Salzburg (28 Punkte*)

Neben dem LASK hat nur noch Salzburg den Titel aus eigener Kraft in der Hand. Es wartet ein vorentscheidendes Doppel gegen Sturm und dann beim LASK.

Dafür muss Trainer Daniel Beichler seinen immer noch mit Abstand teuersten Kader der Liga aber auf Schwung bringen: Beim 0:1 gegen Rapid war in der zweiten ebenso mut- wie kraftlosen Hälfte nichts mehr von der gewohnten Red-Bull-DNA zu sehen.

4. Rapid (27 Punkte*)

 „Träumen darf bei uns jeder“, sagt Matthias Seidl, der als realistischer Kapitän weiß, dass für Rapid nach oben wie aber auch nach unten alles möglich ist: Ein Totalschaden mit Platz 6 kann ebenso noch passieren, wie ein Siegeszug gegen den LASK, im Derby und in Graz.

Mit neun Punkten wäre der Titel durchaus denkbar.

Ein Vorteil wiederholt sich für die Grünen: Beim 4:2 gegen den LASK waren die Linzer direkt nach dem Cup-Halbfinale samt Verlängerung in Ried sichtbar müde.

Auch am Montag sollten die Folgen für den LASK spürbar sein. Entweder von den Siegesfeiern, oder durch die herbe Enttäuschung einer Pleite gegen Altach am Freitag.

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Source:: Kurier.at – Sport

      

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