Saftige Millionenpleite eines bekannten Gourmet-Restaurants

Wirtschaft

Der steirische Gastronomie- und Hotelbetrieb Fürgast Betriebsgastronomie GmbH mit Sitz in Seiersberg-Pirka, bekannt unter dem Namen „Das Grambacher“, hat am 27. April 2026 beim Landesgericht Graz ein Sanierungsverfahren ohne Eigenverwaltung beantragt. Von der Insolvenz sind laut KSV1870 und AKV 47 Dienstnehmer sowie rund 100 Gläubiger betroffen.

Die Insolvenzursachen

Als Hauptursachen für die wirtschaftliche Schieflage nennt das Unternehmen hohe Finanzierungsaufwendungen sowie einen deutlichen Umsatzrückgang infolge umfangreicher Baumaßnahmen im Umfeld des erst 2021 eröffneten Hotels in Grambach. Straßensperren und eingeschränkte Erreichbarkeit hätten unmittelbar nach der Hoteleröffnung zu spürbaren Einbußen geführt, zitiert der KSV1870 aus dem Insolvenzantrag.

Zusätzlich belasteten stark gestiegene Personalkosten sowie sinkende Deckungsbeiträge im Bereich der Werkskantinen das operative Ergebnis. Das Unternehmen ist neben dem Hotel- und Restaurantbetrieb auch in der Kantinenbelieferung sowie der Automatenbestückung tätig.

Schulden und Vermögen

Das Unternehmen weist laut Antrag Passiva von rund 11,4 Millionen Euro gegenüber Aktiva von etwa 7,4 Millionen Euro zu Liquidationswerten auf. Geschäftsführer der Gesellschaft ist Hamdi El Manchi, alleinige Gesellschafterin ist die El Manchi Holding GmbH.

Sanierungsplan sieht 20-Prozent-Quote vor

Im Rahmen des Sanierungsverfahrens bietet die Fürgast Betriebsgastronomie GmbH den Insolvenzgläubigern eine Sanierungsplanquote von 20 Prozent, zahlbar innerhalb von 24 Monaten ab Annahme des Plans.

Trotz der finanziellen Schwierigkeiten beabsichtigt das Unternehmen, den Geschäftsbetrieb fortzuführen. Nach Angaben der Schuldnerin weisen alle vier Unternehmensbereiche jeweils einen positiven Deckungsbeitrag auf, sodass im Fortbetrieb Überschüsse erwirtschaftet werden könnten.

Insolvenzverwalter prüft Fortführung

Die Gesellschaft wurde im Jahr 2016 gegründet, wobei das zuvor bestehende Einzelunternehmen von Hamdi El Manchi eingebracht wurde. Ob die geplante Fortführung tatsächlich im Interesse der Gläubiger liegt, wird nun Gegenstand der Prüfung durch den noch zu bestellenden Insolvenzverwalter sein.

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„Der zu bestellende Insolvenzverwalter wird nunmehr zu prüfen haben, ob eine Fortführung im Interesse der Gläubiger liegt und der vorgelegte Sanierungsplan eingehalten werden kann“, erklärt Julia Liszt vom KSV1870.

Ob dem Betrieb eine nachhaltige Sanierung gelingt, wird sich in den nächsten Monaten entscheiden.

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Source:: Kurier.at – Wirtschaft

      

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