NYT: Gericht soll Abschiedsbrief von Epstein unter Verschluss gehalten haben

Politik

Die New York Times berichtet über einen angeblichen Abschiedsbrief des Sexualstraftäters Jeffrey Epstein und hat Einsicht in das Dokument beantragt. Ein ehemaliger Zellennachbar soll das Schreiben nach einem ersten mutmaßlichen Suizidversuch Epsteins gefunden haben.

Nach Angaben des Zellengenossen wurde Epstein nach dem missglückten Selbstmordversuch innerhalb des Gefängnisses verlegt. Wenige Wochen später wurde Epstein tot aufgefunden.

Wie die New York Times schreibt, sei das Schreiben als Beweisstück im Fall des Mitinsassen Nicholas Tartaglione durch einen Bundesrichter versiegelt und damit unter Verschluss gehalten worden. Damit hätte Ermittlern, die Epsteins Tod untersuchten, dem Bericht zufolge ein möglicherweise wichtiges Beweisstück gefehlt. Aus dem Bericht geht hervor, dass nicht bekannt ist, warum der Brief versiegelt wurde. Die New York Times habe den Brief nicht gesehen, aber Einblick beantragt.

Tartaglione habe nach eigenen Worten den Brief in einem Comic gefunden und seinen Anwälten übergeben. Er habe damit den Vorwurf entkräften wollen, er habe Epstein angegriffen. Nach dem ersten mutmaßlichen Suizidversuch habe Epstein erklärt, er habe nicht versucht, sich umzubringen, sondern sei von Tartaglione angegriffen worden. Gegenüber Gefängnismitarbeitern habe Epstein damals zudem angegeben, er sei nicht suizidgefährdet.

Laut Tartaglione, einem ehemaligen Polizisten, der wegen vierfachen Mordes verurteilt wurde, habe in dem Brief unter anderem gestanden: „Was soll ich denn machen, in Tränen ausbrechen? Es ist Zeit, Abschied zu nehmen.“

Der Brief ist dem Bericht zufolge nicht Teil der vom US-Justizministerium freigegebenen Akten zum Fall Epstein. Die Behörde habe nach eigenen Angaben auch keine Kenntnisse zu dem Schreiben. Kritiker werfen dem Ministerium seit Langem vor, dass nicht alle Unterlagen in dem Fall freigegeben wurden.

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Die US-Regierung habe Anfang des Jahres neue Akten im Fall Epstein veröffentlicht, vieles bleibe jedoch ungeklärt. Nach wie vor melden sich neue mutmaßliche Opfer; erste Vorwürfe gegen Epstein habe es bereits vor mehr als 20 Jahren gegeben. 

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Source:: Kurier.at – Politik

      

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