
Von Lukas Bergmann
Vor wenigen Wochen fand zwischen dem Penzinger SV und dem SV Gypsy Kings das Skandal-Spiel mit Polizeieinsatz am Kinkplatz in Penzing statt. Der Wiener Fußballverband hörte sich in den letzten Tagen beide Seiten an und kam zu einem vorläufigen Ergebnis. Der Verband ging nicht im Detail auf die Übeltäter ein, bestätigte aber gegenüber dem KURIER, dass Spieler mit Sperren von jeweils 32 und 52 Wochen belegt wurden. Das Urteil ist noch nicht rechtskräftig. Pressesprecher Johannes Dobretsberger vom WFV erklärt das Urteil:
„Auf Basis der vorliegenden Berichte der Spieloffiziellen konnten entsprechende Entscheidungen getroffen werden. Die Angaben des Schiedsrichterteams, das sich während des Vorfalls in sicherer Entfernung befand, waren für die Urteilsfindung wesentlich.“ Zusätzlich zur Strafe müssen beide Vereine Beobachter vom WFV zulassen und die Kosten dafür tragen.
Der Obmann der Gypsy Kings, Franco Ibrahimovic, bestätigte auf Anfrage, dass man Einspruch einlegen werde. Vor allem gegen die lange Sperre einer ihrer Spieler werden sie berufen. Die Geldstrafe gegen die Vereinsverantwortlichen, die unerlaubterweise das Spielfeld betreten hatten, akzeptierten sie jedoch. Dafür wurden sie nicht mit Platzverboten belegt. Beide Vereine waren in der Vergangenheit nie auffällig geworden und vor allem für die Gypsy Kings ist diese Entscheidung in ihrer Debüt-Saison ein schwerer Schlag. Der Penzinger Sportverein war bis Redaktionsschluss nicht für ein Statement verfügbar.
Die Gypsy Kings machten aber dieses Wochenende ungehindert weiter und gewannen auswärts gegen Eintracht Wien mit 5:1. Damit kämpfen sie weiter gegen den FC Mariahilf um den Titel, wer die schlechteste und zweitschlechteste Mannschaft Wiens wird. Mittlerweile haben die Kings jedoch eine über 40 Tore schlechtere Tordifferenz als Mariahilf.
Der Penzinger SV verlor zwar gegen den Margaretener AC, für sie geht es aber um nicht mehr viel. Sie liegen auf Platz sieben in der Tabelle, ohne große Chancen auf einen Platz weiter oben. Auch nach unten sind sie gut abgesichert. Es bleibt aber abzuwarten, welche Spieler die nächsten Wochen bei beiden Vereinen dabei sein können.
Source:: Kurier.at – Sport



