WKO spart 4 Millionen Euro: Bildungsplattform wird eingestellt

Politik

Die Wirtschaftskammern Österreichs (WKO) stecken in einem Reformprozess. Dabei soll auch das „Bildungsportfolio“ effizienter gestaltet werden. Welche Projekte sind davon betroffen? 

Definitiv eingestellt wird die Aus- und Weiterbildungsplattform „Wise up“. Das wurde Mittwochmittag in der WKO-Generalversammlung beschlossen, wie der KURIER exklusiv erfuhr. „Die aktuellen Reformen stehen für klare Fokussierung: Wir bündeln Leistungen, vereinfachen Strukturen und entlasten die Unternehmen nachhaltig“, heißt es aus der WKO.

Wird ab heute schrittweise eingestellt

Wise up wurde 2020 gegründet und sollte Impulse für die Digitalisierung im Bildungsbereich setzen. Das Angebot wurde seitdem schrittweise aufgebaut – und etwa um eine App zur Finanzbildung für Lehrlinge erweitert. Die WKO will zwar weiterhin digitale Angebote entwickeln und anbieten, ist aber der Ansicht, dass die „Angebotsstruktur“ vereinfacht werden kann.

Deshalb stellt Wise up seine Geschäftstätigkeit schrittweise ab 27. Mai 2026 ein. Die Liquidation der Gesellschaft ist mit 31. Dezember 2026 vorgesehen. Mit den Maßnahmen würden heuer noch 1,8 Millionen Euro eingespart, ab 2027 dann rund 3,5 Millionen Euro pro Jahr.

Die frei werdenden Mittel sollen „einen Beitrag zum eingeschlagenen Reform- und Sparkurs der Wirtschaftskammerorganisation“ leisten, heißt es. Zuletzt waren 14 Vollzeitäquivalente bei der Wise up GmbH beschäftigt, die zu 100 Prozent im Eigentum der WKO ist.

Wie es weitergeht

Welche Schritte müssen nun Personen unternehmen, die „Wise up“ benutzen? Dem Vernehmen nach gar keine. Die Bedürfnisse und Rechte der Kundinnen und Kunden sowie der registrierten Nutzerinnen und Nutzer würden selbstverständlich berücksichtigt, heißt es. „Bestehende Leistungen werden verlässlich weitergeführt bzw. in alternative Angebote übergeleitet.“ Gemeint seien unter anderem „bewährte Einrichtungen wie das WIFI“.

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Wer Wise up verwenden wollte, konnte laut WKO-Website um 149 Euro ein Jahres-Abo mit Zugang zu „mehr als 25.000 Kursen“ erwerben.

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Source:: Kurier.at – Politik

      

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