Die neuen Ziele von Rapid zwischen Kontinuität und Veränderung

Sport

Gut is’ gangen, nix is g’schehn? Nein, so leicht geht es nach dem 3:0 gegen Ried nicht.

Mit diesem wienerischen Fazit kann die Saison von Rapid nicht zu den Akten gelegt werden.

Das ist allen Verantwortlichen nach dem Last-Minute-Ticket für den Europacup auch bewusst. Sportvorstand Markus Katzer und sein Team zeigen sich in internen Diskussionen wie in öffentlichen Statements selbstkritischer und demütiger als bislang.

Trainer Johannes Hoff Thorup gesteht nach dem Play-off und insgesamt fünf Monaten im Amt, immer am Limit, offen ein: „Ich habe viel gelernt.“

„Harte, professionelle Arbeit“ gefordert 

Die Endplatzierungen 4, 4, 5 und wieder 5 – mit dem teuersten Kader der Vereinsgeschichte – schreien nach Veränderungen. Andererseits will die Vereinsspitze nach den vielen, auch teuren Personalwechseln der vergangenen Jahre, mehr auf Kontinuität setzen.

Bei diversen Arbeitsabläufen drängt Hoff Thorup intern seit Monaten auf Veränderungen, oder wie es der Däne nennt: „Harte, professionelle Arbeit.“

Wie vom KURIER berichtet, wird beraten, wie die Organisation in der Sportdirektion verbessert, aber nicht weiter aufgeblasen werden kann.

Dieser Prozess ist noch nicht zu Ende.

Zwei Wunschspieler fix

Fixiert sind, wie vom KURIER berichtet, die ersten beiden Neuzugänge: Goalgetter Tonni Adamsen, 31, kommt ablösefrei von Silkeborg.

Nicolas Bajlicz, 21, kommt mittels einer günstigen Rückkauf-Klausel nach einem Jahr aus Ried zurück. Beide auf ausdrücklichen Wunsch von Hoff Thorup.

Von Bajlicz wird erwartet, dass er den diese Saison oft holprigen Übergang zwischen Defensive und Offensive mit seiner starken Technik verbessern kann.

„Das Ja und Nein zu Spielern geht beim Zusammenstellen des Kaders jetzt viel leichter“, sagt der Chefcoach nach den Erfahrungen und Enttäuschungen von 18 Spielen mit dem zu niedrigen Schnitt von 1,22 Punkten pro Partie.

  Heißer Kampf um den Aufstieg in der 2. Burgenlandliga

Trainingsstart am 18. Juni 

„Wir haben jetzt mehr Klarheit, was wir brauchen. Dadurch wird unsere Identität auf dem Rasen klarer sein. Und das Wichtigste ist, dass wir dadurch auch beständiger werden“, meint der 37-Jährige, der am 18. Juni wieder zum Training ruft.

Bis dahin könnte es auch schon Verkäufe geben. Bis zum Ende der Transferzeit ist mit einigen lukrativen Abgängen zu rechnen.

„Es wartet viel Business“, weiß Hoff Thorup, der ganz bewusst wieder mehr eigene Talente forcieren will.

Fest steht, dass Rapid kommende Saison aus einer Viererkette („das ist meine Lieblingsformation“) aufbauend offensiver agieren wird als im Frühjahr.

Dass Flügelstürmer Niki Wurmbrand gegen den Ball als fünfter Verteidiger verschenkt war, wird bei seinen Saisonanalysen auch Hoff Thorup feststellen – so selbstkritisch ist der sehr auf Details achtende Däne.

Faktor Verfügbarkeit

Für den anstehenden Europacup-Sommer wird entscheidend sein, ob ein jahrelanges Problem behoben werden kann: Rapid kämpft immer wieder damit, dass zu viele Verletzte in entscheidenden Phasen fehlen.

Hoff Thorup hört dabei mehr auf die Ärzte und Experten, außerdem hat er anfällige Spieler wie Schöller und Dahl immer wieder ausgewechselt, bis sie bereit waren für 90 Minuten.

Ein positiver Aspekt: Es ist heuer nur eine Muskelverletzung passiert (Nunoo).

Allerdings gab es auch nicht die Belastung englischer Wochen.

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Source:: Kurier.at – Sport

      

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