
Die im Raum stehende Kürzung des Universitätsbudgets ab 2028 trifft die Hochschulen in Zeiten schwer kalkulierbarer Studierendenzahlen. Einerseits sinkt die Zahl inländischer Studentinnen und Studenten seit rund einem Jahrzehnt. Auf der anderen Seite gibt es ein starkes Plus bei Studierenden aus dem Ausland, das für fast konstante Gesamtzahlen und zuletzt sogar wieder einen Anstieg sorgte.
Der Höchststand an Studierenden an den öffentlichen Unis wurde laut dem hochschulstatistischen Informationssystem des Wissenschaftsministeriums Mitte der 2010er Jahre mit rund 280.000 erreicht. Anschließend sank sie und schwankte mit Aufs und Abs zwischen 262.000 und 268.000 mit den höchsten Werten in den Corona-Jahren. Im Wintersemester des laufenden Studienjahrs wurde dann wieder die 270.000er-Marke erreicht.
Gegensätzliche Entwicklungen
Dabei gibt es aber zwei gegensätzliche Entwicklungen: Die Zahl der inländischen Studierenden an den öffentlichen Unis war Anfang bis Mitte der 2010er Jahre am höchsten und lag dabei konstant über 200.000. 2018 sank sie erstmals unter 200.000, anschließend ging es bergab auf zuletzt knapp über 172.000. Die Gründe dafür liegen auf der Hand: Einerseits ist die Zahl der Maturantinnen und Maturanten in Österreich mit leichten Schwankungen etwa aufgrund der Corona-Erleichterungen im Großen und Ganzen konstant. Auf der anderen Seite wurde die Zahl der Studienplätze an den Fachhochschulen (FH) konstant ausgebaut, umgekehrt wurden 2019 neue Zugangsbeschränkungen an den Unis ermöglicht. Daneben wurden auch neue Privatuniversitäten bzw. neue Studien an diesen zugelassen.
Ganz anders bei den ausländischen Studierenden: Deren Zahl nahm im gleichen Zeitraum stark zu – das gilt sowohl für Studentinnen und Studenten aus der EU (von rund 53.000 auf 66.000) als auch aus Drittstaaten (von rund 22.000 auf 32.000). Besonders starke Zuwächse gab es dabei bei Studierenden aus Asien.
Source:: Kurier.at – Politik



