Südlibanon: Israel ruft Bewohner zur Evakuierung auf

Politik

Die israelische Armee hat alle Einwohner von fünf Ortschaften und Dörfern im Südlibanon zur sofortigen Evakuierung aufgefordert. Armeesprecher Avichay Adraee erklärte auf X, die Bewohner sollten ihre Häuser zu ihrer eigenen Sicherheit unverzüglich verlassen und sich nördlich des Flusses Sahrani begeben. Jeder, der sich in der Nähe von Hisbollah-Kämpfern, deren Einrichtungen und Kampfmitteln aufhalte, bringe sein Leben in Gefahr.

Der Armeesprecher begründete den Evakuierungsbefehl mit Verstößen der libanesischen Hisbollah-Miliz gegen die Waffenruhe. Hisbollah-Chef Naim Kassim hatte die Vereinbarung zwischen der libanesischen Regierung und Israel abgelehnt. Der Sahrani-Fluss ist rund 30 Kilometer lang. Er entspringt im Libanongebirge und mündet etwa sieben Kilometer südlich der historischen Hafenstadt Sidon ins Mittelmeer.

Zuvor hatte die israelische Armee von einem Angriff im Südlibanon berichtet bei dem mehrere libanesische Soldaten getötet wurden, darunter auch ein Offizier. Ziel des Angriffs auf der Straße zwischen Khardali und Nabatieh sei demnach ein Militärfahrzeug gewesen. Die libanesischen Streitkräfte halten sich traditionell aus den Kämpfen zwischen der Hisbollah-Miliz und Israel heraus.

Baby durch israelischen Angriff im Westjordanland getötet

Ein sieben Monate altes palästinensisches Baby ist nach Schüssen eines israelischen Soldaten auf ein Fahrzeug im Westjordanland gestorben. Das palästinensische Gesundheitsministerium in Ramallah teilte mit, Soldaten hätten südlich von Hebron das Feuer auf ein Fahrzeug eröffnet. Das Baby sei später in einem Krankenhaus an den Folgen seiner schweren Verletzungen gestorben. Die Eltern wurden demnach mittelschwer verletzt.

Nach Angaben einer israelischen Armeesprecherin hatten Soldaten während ihres Einsatzes den Eindruck, ein Fahrzeug rase mit hoher Geschwindigkeit auf sie zu. Ein Soldat habe daraufhin mehrere Schüsse abgegeben. Drei Palästinenser seien verletzt und medizinisch versorgt worden. Ersten Ermittlungen zufolge seien die Palästinenser unbeteiligte Zivilisten gewesen. Die Umstände des Vorfalls würden untersucht. Die Armee erklärte, sie bedauere zutiefst jeglichen Schaden, der unbeteiligten Personen zugefügt werde.

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Source:: Kurier.at – Politik

      

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