
Es gab eine Zeit, in der die Ananas als kulinarische Sensation galt. Vor allem in den Schweizer Küchen Mitte der 1950er-Jahre, wo am liebsten nur heimische „Knöpfli“ in allen Varianten gespeist wurden. Und das am liebsten gekocht von der Hand einer fachkundigen Hausfrau und Mutter.
Genau gegen diese Vorstellung von Weiblichkeit lehnt sich die Schweizer Werbetexterin Emmi Creola auf.
Nachdem ihr innerhalb der Agentur eine Karriere versagt bleibt, beginnt sie unter dem Pseudonym Betty Bossi, Kochkolumnen zu schreiben. Sie sammelt „gelingsichere Rezepte, die sogar Männer nachkochen können“ und holt sich Inspiration von einem kommunistischen Pizzabäcker. Zuerst von allen belächelt, wird „Betty Bossi“ immer erfolgreicher, bis hin zur eigenen TV-Kochshow, und macht Emmi zur „Köchin der Nation“. Allerdings wird der Spagat zwischen Karriere und Familie immer schwieriger.
Basierend auf wahren Ereignissen erzählt Regisseur Pierre Monnard mit nostalgischem Charme eine Emanzipationsgeschichte als federleichtes, bekömmliches Feelgood-Movie.
INFO: CH 2025. 110 Min. Von Pierre Monnard. Mit Sarah Spale, Rabea Egg, Martin Vischer.
Source:: Kurier.at – Kultur



