
„Als Gründe für das neuerliche Scheitern nennt Geschäftsführer Klaus Hartl in dem Insolvenzantrag die „anhaltend schwierigen wirtschaftlichen Rahmenbedingungen in der Gastronomiebranche“. Massive Steigerungen bei Energie-, Personal- und Lebensmittelkosten sowie sinkende Gästezahlen und steigende Mieten hätten die Ertragslage kontinuierlich verschlechtert“, heißt es in dem Antrag. „Das Unternehmen habe versucht gegenzusteuern: durch Personalabbau, angepasste Öffnungszeiten und weitere Kostensenkungsmaßnahmen. „Dennoch konnten die negativen wirtschaftlichen Entwicklungen nicht kompensiert werden.“
Das Wiener Restaurant Steinhart an der Erika-Krenn-Promenade in Favoriten ist laut Creditreform erneut insolvent. Die Betreibergesellschaft Steinhart GmbH hat Ende Juni 2026 beim Handelsgericht Wien die Eröffnung eines Konkursverfahrens beantragt. Acht der neun Mitarbeiter wurden bereits Mitte Juni gekündigt.
Im August 2024 hatte das Gericht bereits ein Sanierungsverfahren über das Unternehmen eröffnet. Damals einigten sich die Gläubiger auf eine Quote von 20 Prozent, zahlbar in Raten über zwei Jahre. Im Dezember wurde der Plan bestätigt, das Verfahren aufgehoben. Doch die erhoffte Wende blieb aus. Das Handelsgericht muss nun über die Eröffnung des Konkursverfahrens entscheiden und einen Insolvenzverwalter bestellen.
Hauptgesellschafterin der Steinhart GmbH ist mit 90 Prozent die Waterdrop Microdrink GmbH, ein Wiener Getränkehersteller. Hartl selbst hält zehn Prozent.
Source:: Kurier.at – Wirtschaft



