Toto Wolff über Antonelli und Co.: „Groupies sind Zeitverschwendung“

Sport

Wie jedes Jahr in Spielberg lud Mercedes am Freitagabend ein paar Journalisten zum Barbecue ins Motorhome ein; wie jedes Jahr unterhielt Gastgeber und Teamchef Toto Wolff die Gesellschaft prächtig, einige Schmankerln seien aber definitiv „Off the Records“ zu verstehen, so die Bitte des 54-Jährigen. „On the Records“ sprach der Wiener über …

… seine Persönlichkeit: „Ich bin der Super-Skeptiker. Ich glaube ja auch, ab morgen verlieren wir die Weltmeisterschaft und alles geht den Bach runter. Mein Glas ist immer halb leer.“

… die Persönlichkeit von WM-Leader Antonelli: „Es gibt keine Ablenkung in seinem Leben. Er hat ein extrem positives familiäres Umfeld gehabt. Der Vater ist ein Vollblut-Racer, die Mutter eine echte italienische Mama, wo um den Tisch gegessen wird. Er hat maturiert und ist einfach im Kopf richtig. Nach seinem Sieg im Monaco-Grand-Prix ist er zur Gala gegangen, wo man drei Mal “Grüß Gott„ sagt, dann ist er um Mitternacht schlafen gegangen und am nächsten Tag hat er mit meinem 9-jährigen Sohn gefischt.“

… Fahrerfrauen und Freundinnen: „Kimi hatte nie Groupies, die sind nur Zeitverschwendung. Auch seine Freundin ist jetzt weg, weil sie ihn abgelenkt hat. Das soll jetzt keinesfalls misogyn klingen, aber wenn du jung bist und du hast eine Freundin, die den ganzen Tag im Motorhome sitzt, dann wird ihr natürlich langweilig und das bekommt der Fahrer mit. Und sie fragt: “Wann können wir gehen?„ Dieses Thema wird zu einem Problem.“

… das interne Duell Antonelli gegen Russell: „Meine Oberregel ist: Kein Kontakt! Und wenn es ihn gibt, gibt es eine Konsequenz, die zumindest einem von beiden nicht gefallen wird. Beide waren Mercedes-Junioren, sie kennen ihre Verantwortung gegenüber der Marke. Wir können nicht riskieren, Siege herzuschenken, weil wir uns gegenseitig niederfahren.“

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… das private Verhältnis seiner Fahrer: „In der Formel 1 versteht sich keiner gut mit dem anderen. Es geht viel zu sehr um die Leistung. Sie respektieren sich, können miteinander freundlich sein und gemeinsam auf Events gehen. Aber am Ende des Tages geht es um so viel, dass man nicht mit dem anderen essen gehen wird. Sie sind Formel-1-Fahrer, weil sie brutal sind. Da gibt es keinen Millimeter für Freundlichkeiten.“

… eine mögliche Stallorder: „Wenn zwei Fahrer ein ganzes Leben davon träumen, Formel-1-Weltmeister zu werden, kann man nicht sagen: “Heuer wirst du es nicht.„ Aber sich gegenseitig in den Boden fahren, das geht auch nicht. Wir dürfen nicht dumm oder naiv sein.“

… das Duell Rosberg gegen Hamilton: „Wir haben Rosberg und Hamilton nach dem Crash in Spielberg gefeuert. Ich habe den Vorstandsvorsitzenden Zetsche angerufen und gesagt, ich brauche eine Unterschrift unter einem Dokument. Drei Minuten später hat er mich angerufen: “Was? Wir feuern beide Fahrer? Wer fährt am nächsten Wochenende in Silverstone?„ Fakt war, wir haben den Fahrern die Kontrolle weggenommen. Ich habe ihnen gesagt: Irgendwann muss ich einen von beiden zu Hause lassen. Und es ist schwer zu entscheiden, wer der Richtige ist. Das hat dann jahrelang gehalten.“

… Max Verstappen bei Mercedes: „Unsere Fahrerpaarung passt, wir haben Stabilität. Es wäre falsch, das zu ändern.“

… Red Bull: „Man muss den Hut ziehen. Die …read more

Source:: Kurier.at – Sport

      

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