Rangnicks Elf und Gelb-Gefahr: Was Österreich gegen Algerien braucht

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Wenn Schiedsrichter Ilgiz Tantashev aus Usbekistan am Sonntag um 4 Uhr (MESZ) die Partie zwischen Algerien und Österreich anpfeift, dann wissen die Österreicher schon, was sie für Platz zwei oder ein Weiterkommen als Dritter der Gruppe J für ein Resultat benötigen.

Und: Sie wissen auch, wer der nächste Gegner und die Destination in einem möglichen Sechzehntelfinale wären, wenn man nun Zweiter oder Dritter wird.

Was es rund um die Partie gegen die Nordafrikaner zu wissen gilt.

Wie ist Österreichs Bilanz gegen Algerien?

100 Prozent positiv. Der 2:0-Sieg bei der WM 1982 in Spanien war das bisher einzige Duell mit den Nordafrikanern. Walter Schachner und Hans Krankl erzielten die Tore in Oviedo. Algerien schied in Folge aus, nachdem Österreich und Deutschland im folgenden Duell nach einer frühen deutschen 1:0-Führung das Angreifen einstellten, weil beide Teams mit diesem Ergebnis weiter waren. Das Spiel ging als „Schande von Gijon“ in die Geschichte ein.

Werden die Österreicher taktieren und versuchen, Spanien im Sechzehntelfinale aus dem Weg zu gehen?

Man muss davon ausgehen, dass sich Spieler und Trainer damit auseinandersetzen. Allerdings: Kommunizieren werden sie es natürlich nie und nimmer. Gemäß der DNA von Teamchef Ralf Rangnick und der Mannschaft ist wiederum davon auszugehen, dass Österreich auf Sieg spielen wird.

Wen wird Ralf Rangnick aufstellen?

Die richtige Startelf zu erraten, wird diesmal noch deutlich schwieriger als in den ersten beiden Partien. Wer sich zuletzt empfohlen hat? Bei Paul Wanner ist das nicht sicher. Der 20-Jährige hatte gute Momente in der Offensive, hängen bleibt aber auch seine lockere Rückwärtsbewegung vor dem 0:1, das er leicht verhindern hätte können.

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Nicht empfohlen hat sich Marko Arnautovic. In seinen knapp 30 Minuten inklusive der Nachspielzeit als Joker ist der 37-Jährige mehrheitlich über den Platz getrabt und laut offizieller FIFA-Daten nur 4,7 Meter gesprintet.

Carney Chukwuemeka war nicht einmal halb so lange auf dem Platz und ist die zehnfache Distanz gesprintet. Gut möglich, dass der 22-Jährige nun erstmals das Vertrauen erhält. Denkbar ist Sasa Kalajdzic als Stürmer.

Wie steht es um die gelbe Gefahr und mögliche Sperren im Sechzehntelfinale?

Laimer, Sabitzer und Posch sind vorbelastet, bei einer weiteren Gelben Karte müssten sie im Sechzehntelfinale zusehen. Man darf davon ausgehen, dass Rangnick diesen Faktor bei der Aufstellung in seine Überlegungen einfließen lässt und gefährdete Spieler schont. Umso mehr, weil auch eine Niederlage zum Aufstieg gereichen könnte.

Neu wäre das nicht: Bei der EM 2024 ließ Rangnick im dritten Gruppenspiel gegen die Niederlande aus demselben Grund die Leistungsträger Laimer und Baumgartner zunächst auf der Bank.

Was weiß man über Gegner Algerien?

16 der 26 Kaderspieler Algeriens sind in Europa geboren, davon 13 in Frankreich. Die „Wüstenfüchse“, wie sie auch genannt werden, stehen für einen technisch starken und spielfreudigen Fußball. Der klingendste Name ist Zidane, aber Luca und nicht Zinedine. Der Sohn des früheren Weltstars steht im Tor.

Bestens bekannt ist auch Riyad Mahrez. Der 35-Jährige kickte fünf Jahre unter Pep Guardiola bei Manchester City und spielt aktuell bei Al Ahli in Saudi-Arabien. Aufpassen muss man aber auf Ibrahim Maza von Bayer Leverkusen. „Er ist ein außergewöhnlicher Spieler, ein Riesentalent mit viel Qualität“, sagt Christoph Baumgartner, der den 20-jährigen gebürtigen …read more

Source:: Kurier.at – Sport

      

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