Warum die Spritpreise noch immer zu hoch sind

Wirtschaft

Die Lage in der Straße von Hormus ist nach wie vor instabil. Die Ölhändler lassen sich davon aber nicht beeindrucken. Auch nicht durch einen mutmaßlich iranischen Drohnenangriff auf ein Frachtschiff am Donnerstag. Die Ölpreise zogen nur leicht an und schon am Freitag ging es mit den Notierungen wieder weiter abwärts.

Schon seit Ende April übrigens, als der Höchststand von mehr als 120 Dollar je Fass der Nordseesorte Brent erreicht wurde. Mit dem aktuellen Preis knapp unter 73 Dollar kostet Brent wieder in etwa so viel wie Ende Februar, also vor dem Iran-Krieg.

Nach Einschätzung der deutschen Dekabank zeigt die vergleichsweise verhaltene Reaktion an den Märkten, dass geopolitische Risiken eingepreist seien. Spekuliert werde auch darauf, dass die USA die Sanktionen gegen den Iran nachhaltig lockern. Damit könnten die angesammelten Ölreserven des Landes auf den Markt kommen und für ein zusätzliches Angebot sorgen.

Rohstoffexpertin Barbara Lambrecht von der Commerzbank sagte, dass die Aussicht auf eine Normalisierung des Angebots aus der Golfregion die Ölpreise entlaste. Sie wies aber darauf hin, dass der Seeverkehr durch die Straße von Hormus nur allmählich zunehme. Wir fürchten, „dass die Marktteilnehmer hier zu optimistisch sind“, so Lambrecht.

Treibstoffe

Laut ÖAMTC bezahlte man diese Woche für Super im Durchschnitt 1,66 bzw. 1,72 Euro je Liter Diesel. „Aktuell zahlt man also um die 15 Cent je Liter mehr als noch vor dem Krieg“, sagt der Mobilitätsclub. „Aus unserer Sicht sollten günstigere Spritpreise möglich sein. Die Preise für Erdöl sanken nämlich schneller als jene an den heimischen Tankstellen.“ Verantwortlich für diese Aufschläge sind aus Sicht des ÖAMTC die internationalen Notierungen für Diesel und Benzin, die von den heimischen Anbietern als Referenzpreise herangezogen werden.

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Source:: Kurier.at – Wirtschaft

      

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