Messis Zukunft: Tritt der Superstar aus dem Nationalteam zurück?

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Spielt Lionel Messi noch einmal für Argentinien? Das ist die eine Frage, die sich derzeit ganz Argentinien stellt – und die der 39-Jährige bislang unbeantwortet lässt. 

Mit 207 Länderspielen, 125 Toren und dem WM-Titel 2022 hat er mit der Albiceleste praktisch alles erreicht, was zu erreichen war. Beim Empfang des Vizeweltmeisters im ungemütlich-regnerischen Buenos Aires fehlte er. Die nächsten Länderspiele stehen bereits in wenigen Wochen an. Höchste Zeit für eine Bestandsaufnahme.

Wie hat sich Messi selbst zu seiner Zukunft geäußert?

Nach dem verlorenen WM-Finale gegen Spanien noch gar nicht. Nach dem Spiel verließ der 39-Jährige wortlos das Stadion in East Rutherford. In einem längeren Instagram-Post knapp 20 Stunden nach dem 0:1 nach Verlängerung schreibt er von unermesslichem Schmerz und dass diese Wunde Zeit zum Heilen brauche. Wie lange? Und was danach passiert – kein Wort.

Warum ist er nicht mit der Mannschaft zurückgereist?

Offiziell wurden keine Gründe genannt. Messi dürfte aber gute Argumente haben. Berichten zufolge soll er via Miami, wo er seit Mitte 2023 für den dortigen MLS-Club Inter spielt, nach Rosario fliegen. Dort kommt Messi her. Als Zehnjähriger verließ er die Stätte vieler großer argentinischer Spieler Richtung Spanien. Damals schon mit dabei: Vater Jorge. Er managt Messi auch. Die gesundheitlichen Probleme von Messis Vater, die die Familie zu Beginn der WM bestätigt hatte, könnten nun Grund dafür sein, dass Messi getrennt von der Mannschaft reist – es passt sonst nicht zum Binnenverhältnis zwischen dem Anführer und seiner Gang.

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Welche Rolle spielt Trainer Lionel Scaloni?

2006 standen Messi und Scaloni zusammen als Spieler im WM-Kader. Unter dem Trainer Scaloni erlebte Messi seine beste und mit riesigem Abstand erfolgreichste Zeit in der Nationalmannschaft. Sie gewannen zweimal die Copa América (2021 und 2024) sowie den WM-Titel 2022. Dazu wurden sie Finalissima-Gewinner 2022 beim Duell des Südamerika-Champions gegen den damaligen Europameister Italien.

Nach vielen Trainern, die vergeblich versucht hatten, eine Mannschaft für und um Messi aufzubauen, formte Scaloni eine Gruppe, die alles für Messi gibt. Die von Leidenschaft und Kampf lebt und auf die fußballerischen Künste Messis hoffen und vertrauen muss. Messi selbst versteht und gibt sich wiederum einfach nur als Teil des Teams.

Als Scaloni während seiner Amtszeit seinem Biografen zufolge mal ans Aufhören dachte, suchte er das Gespräch mit Messi – und machte weiter. Sein Vertrag läuft aber Ende des Jahres aus und er nährte Zweifel an einer Fortsetzung. Macht Messi weiter, könnte aber auch er vielleicht überzeugt werden. Und umgekehrt.

Was deutet auf ein Karriereende in der Nationalmannschaft hin?

Dankesschreiben und Huldigungen von Wegbegleitern wirkten wie Abgesänge. Auch Messis Moment vor den Fans nach dem Spiel, als ihm die Tränen kamen, sah nach Abschied aus. Sein Alter darf auch nicht vergessen werden: Messi feierte während des XXL-Turniers seinen 39. Geburtstag.

Was spricht dagegen?

Er hätte genug Zeit gehabt, vor dem Finale eine Entscheidung zu treffen und sie danach mitzuteilen. 2016 hatte er aus der Enttäuschung und Spontaneität nach der dritten Finalpleite nacheinander (WM 2014, Copa América 2015 und 2016) seinen Rücktritt erklärt. Nach nicht einmal zwei Monaten folgte die Kehrtwende. 2018 nach der Enttäuschung von Russland mit dem WM-Aus im Achtelfinale nahm …read more

Source:: Kurier.at – Sport

      

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