Bregenzer Festspiele: Windige „La traviata“-Generalprobe auf Seebühne

Kultur

Bei trockenem, aber sehr windigem Wetter ist am Montagabend bei den Bregenzer Festspielen die Generalprobe für das diesjährige Spiel auf dem See, Giuseppe Verdis „La traviata“, über die Bühne gegangen. Während im Publikum Kopfbedeckungen und Kapuzen gezückt wurden, trotzten die Darsteller auf der Bühne tapfer dem Wind, der bei Spitzen von bis zu 30 km/h teilweise deutlich in den Mikrofonen toste und sich auch die eine oder andere Requisite vornahm.

Das stand einem eindrucksvollen Opern-Erlebnis aber nicht entgegen. Seit Mitte Juni hatten rund 25 Solisten, 40 Tänzer und Statisten sowie zahlreiche Techniker und Mitarbeitende zweimal täglich geprobt. In der 80-jährigen Geschichte der Bregenzer Festspiele ist „La traviata“ nie zuvor auf dem Programm gestanden. Regisseur Damiano Michieletto verlegt die Handlung der Oper in die schillernden 1920er-Jahre als eine Zeit, in der Opulenz und Partys über innere Leere und Orientierungslosigkeit hinwegtäuschen sollten. Die musikalische Leitung haben Kirill Karabits und Pietro Rizzo inne.

Zerbrochener Spiegel dominiert Kulisse

Das Bühnenbild von Paolo Fantin wird dominiert von einem 28 Meter hohen, in 86 Teile zerbrochenen Spiegel mit 700 Quadratmetern Fläche, der das Innenleben der Protagonistin symbolisiert. Über die Hälfte der 86 Splitter kann bewegt werden, manche davon dienen als ausklappbare Spielflächen. 29 Lautsprecher wurden unsichtbar in die Wand integriert. Vor der Spiegelwand befinden sich ein Spiegelboden und ein Wasserbecken, die als Hauptspielfläche fungieren.

Die Oper von Giuseppe Verdi wird am Mittwoch auf der Seebühne Premiere feiern, die Wettervorhersage ist gut. Programmiert sind bis 23. August 28 Aufführungen. Die dafür aufgelegten 188.000 Tickets sind bereits seit Ostern verkauft.

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(S E R V I C E – 80. Bregenzer Festspiele 2025, 22. Juli bis 23. August. www.bregenzerfestspiele.com )

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Source:: Kurier.at – Kultur

      

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