Ski-Star Odermatt: „Warum klaut jemand meinen Kopf?“

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Marco Odermatt muss nicht wirklich lange überlegen, als er gefragt wird, warum er so gerne ins Grödnertal kommt. Ihm geht es da wie praktisch all seinen Abfahrerkollegen, außer vielleicht jenen, die heikel sind und sich nur von Wasser und Brot ernähren.

„Es ist das Essen“, erklärt Marco Odermatt und blickt dabei auf das feudale Buffet, das vor ihm und für ihn aufgetischt wird. Hier auf der Fienile Monte Hütte am Sellajoch in 2.260 Metern Seehöhe, am Fuße des mächtigen Langkofel. Wobei: Hütte trifft es eigentlich nicht, es ist ein stylisher Gourmettempel aus altem Holz inmitten der beeindruckenden Naturkulisse der Dolomiten.

Lieblingsort

Marco Odermatt wird später Beef Tartar und Sushi kredenzt bekommen, dazu Trüffelpolenta, Bresaola und Garnelen. Wenn der beste Skifahrer der Welt mitten im Hochsommer das Grödnertal beehrt, dann lassen sich die Grödner nicht lumpen. „Das ist einer meiner Lieblingsorte. Dabei habe ich mir auf dieser Piste am Anfang furchtbar schwergetan“, erzählt Marco Odermatt.

Im letzten Winter räumte der Schweizer bei den Gröden-Rennen freilich voll ab: Erster in der Sprintabfahrt, jeweils Zweiter im Super-G und in der klassischen Abfahrt – das ergibt den souveränen Triumph bei der Val Gardena Südtirol Ski Trophy, bei der alle Gröden- Rennen zusammengezählt werden.

Holzweg

Der Sieger wird dann traditionell im Sommer geehrt und bekommt in alter Grödner Tradition eine handgeschnitzte Holzbüste von seinem Konterfei. Marco Odermatt hat schon einen Marco Odermatt in Holz daheim stehen, wo genau, will er nicht verraten. Nur so viel: „Am Nachtkastl ist sie nicht. Meine Freundin hätte da keine Freude damit.“

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Der Holzkopf aus dem Grödnertal zählt trotzdem zu den begehrtesten Trophäen, die ein Skifahrer gewinnen kann. Offenbar ist er durchaus auch bei Dieben oder Odermatt-Fans gefragt, denn während der letzten Gröden-Rennen im Dezember 2025 wurde Marco Odermatts Büste aus dem Zielraum der Saslong gestohlen.

Nach dem Jahreswechsel tauchte der hölzerne Odi dann wieder auf, völlig unversehrt und blitzsauber lag die Trophäe in der Nähe des Ziels unterhalb der Staatsstraße. „Warum klaut jemand meinen Kopf“, wunderte sich Marco Odermatt nun bei den ausgiebigen Feierlichkeiten, zu denen er von Freundin Stella, Schwester Aline und den Eltern Priska und Walti begleitet wurde.

Kletterpartie

Die Odermatts nutzen die Gelegenheit für einen Kurzurlaub im Grödnertal. Bei all dem guten Essen legte Odermatt auch eine Trainingseinheit ein, am Freitag kletterte er den mächtigen Langkofel (3.181 Meter) empor und blickte hinunter auf die Abfahrtsstrecke der Saslong. Zuvor sprach er mit dem KURIER über…

… den Sommer: „Es geht immer so schnell, und dann ist schon wieder Sölden da. Ich habe schon Anfang Mai mit dem Konditionstraining begonnen. Das waren in den letzten Wochen sehr viele harte Einheiten. Eine Woche noch, dann gehen wir in Zermatt das erste Mal wieder auf Schnee. Da geht’s darum, dass man sich wieder an die Skischuhe gewöhnt. Ende August sind wir dann in Südamerika und dann dauert es eh nicht mehr lange bis zum Weltcupauftakt.“

…die Aufarbeitung der letzten Saison: „Eigentlich fehlt dafür fast die Zeit. Während der Saison will man sich noch nicht wirklich damit beschäftigen, wenn die Saison dann vorbei ist, hat man auch nicht unbedingt Lust, sich zu …read more

Source:: Kurier.at – Sport

      

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