Flüchtlinge auf dem Arbeitsmarkt in der Pflicht

Wirtschaft

Das von einigen Politikern versprochene Jobwunder infolge der Flüchtlingswellen der vergangenen mehr als zehn Jahre ist ausgeblieben. Schon 2015 geäußerte Zweifel, ob die Menschen, die nach Europa kommen, wirklich in großem Umfang unserem Arbeitsmarkt helfen können, wurden nicht gehört. 

Dabei sollte klar sein, dass Länder, die in einem jahrelangen Bürgerkrieg versinken, keine adäquate schulische Ausbildung liefern können. Daher darf es nicht verwundern, dass drei Viertel der aktuell als arbeitslos gemeldeten oder in Schulung befindlichen Flüchtlinge als höchsten Abschluss eine Pflichtschulausbildung vorweisen. Und von den Flüchtlingen, die 2015/16 nach Österreich kamen, hat ein Drittel noch immer keinen Job. Bei Frauen ist diese Zahl noch höher. Das hat auch kulturelle Gründe.

Immerhin, Verschärfungen bei der Sozialhilfe zeigen in Wien Wirkung, Flüchtlinge finden plötzlich vermehrt eine Stelle. Die Stadt hat hier, ideologisch verblendet, viel zu lange zugeschaut. Nun müssen Bund und Länder (mit finanziellen Argumenten) auch noch stärker für Frauen eintreten, um sie aus der Hausfrauenrolle zu holen. Gratis-Angebote zur (sprachlichen) Integration gibt es genügend, man muss sie aber auch annehmen wollen. Bzw. dürfen, wenn Männer mit einem veralteten Rollenbild daheim das Sagen haben. Nicht nur fördern, sondern auch fordern muss in den Vordergrund treten.

Mittelfristig muss Österreich ohnehin endlich eine aktive Rolle beim Zuzug spielen. Sprich, nicht nur die unkontrollierte Migration bekämpfen, sondern zugleich die Besten holen.

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Source:: Kurier.at – Wirtschaft

      

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