Thrillerserie „Furious“: Serienmörderin mit Sex und Glitzersticker

Kultur

Die Frau mit der Katzenmaske auf der Eingangsstiege ist schon trefflich gruslig, aber der kleine Dracula spricht sie trotzdem furchtlos an. „Süßes oder Saures?“ Die Katze hat nur leider keine brauchbaren Halloween-Naschereien für ihn. Sie ist aber auch nicht so ganz bei der Sache. Immerhin hat sie ein Opfer im Haus liegen, dass sie noch fertig kalt machen muss. In seinen letzten Atemzügen sagt sie dem röchelnden Mann noch, was sie an ihm nicht mochte und was schon: sein Lächeln.

Auf den ersten Blick wirkt der Todesfall wie eine Drogenüberdosis. Aber dem früheren Polizei-Kollegen von FBI-Agentin Alice Black kommt das komisch vor. Deswegen erbittet er ihre Hilfe. Black hat ihr New Yorker Revier in Richtung Bundesbehörde verlassen. Dort hat sie erst mal nicht die ganz großen Fälle zu bearbeiten. Als Einsteigerin muss sie in der Telefonzentrale meist wenig zweckdienliche Hinweise entgegennehmen. Insofern kommt die Ablenkung recht gelegen. 

Vorbild aus den 80ern

Black stellt dann auch mit einem einzigen Blick fest, dass sich der wohlhabende Tote den Stich nicht selbst gesetzt haben kann. Das Publikum weiß ja schon, dass die Täterin die Spritze aus einer kindlich beklebten Federschachtel geholt hat. Die hat sich mittlerweile in ein Frauenhaus hineingeschummelt, wo sie sich für ihre nächsten Schritte vorbereitet. Ihr nächstes Opfer soll ein Anwalt sein, sein ausgedrucktes Foto verziert sie mit Glitzerpickerl – denn die junge Frau, Catherine, ist eine Serienkillerin.

Laut Vorankündigung basiert die Serie mit Emmy Rossum (Alice) und Catherine (Lola Petticrew) lose auf dem 1980er-Thriller „Die schwarze Witwe“ mit Debra Winger und Theresa Russell. Da sammelt eine Frau Ehemänner, die sie dann umbringt, um das Erbe einzustreichen.

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Täter und Opfer

Dem rein pekuniären Motiv in diesem Film steht in der Serie ein anderer Antrieb gegenüber: Rache. Oder, wie es die Kollegin von der Sitte, die gerne beiläufig Balzac zitiert, formuliert: „Jede Frau, die Serienkillerin wird, ist immer auch Opfer. Und Gewaltopfer sind die gewalttätigsten.“ Das bringt Black zum Grübeln, denn auch sie kennt sich mit Gewalterfahrungen aus.

„Furious“ ist für einen Thriller ziemlich langsam erzählt, dafür gibt es Prügelsex, Lesbensex im Frauenhaus und Sexsucht mit Verschwiegenheitserklärung. Also kurz gesagt: eine Menge Sex. Drei Folgen sind abrufbar, jede Woche folgt eine neue.

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Source:: Kurier.at – Kultur

      

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