
Als Hauptgrund für die Insolvenz nennt das Unternehmen gescheiterte Finanzierungsgespräche mit potenziellen Investoren. Zudem habe eine bestehende Vertriebskooperation nicht die erhoffte wirtschaftliche Entwicklung gebracht. „Notwendige Kapitalmaßnahmen zur Finanzierung des weiteren Vertriebsaufbaus konnten nicht umgesetzt werden“, zitiert der AKV aus den Insolvenzunterlagen. Dadurch sei letztlich Zahlungsunfähigkeit eingetreten.
Das Grazer Gesundheitstechnologie-Unternehmen Mana Health Technologies GmbH mit Sitz in der Brückenkopfgasse ist insolvent. Das Landesgericht für Zivilrechtssachen Graz eröffnete eine Konkursverfahren über das Vermögen der Firma. Das Unternehmen beschäftigt derzeit noch einen Mitarbeiter.
Die 2019 gegründete Firma entwickelte und vertrieb technische Produkte zur Gesundheitsförderung. Ihr bekanntestes Produkt war das patentierte orale photodynamische Pflegesystem „manadental“, das zur Plaquereduktion im Mundraum eingesetzt wird. Nach Unternehmensangaben nutzen über 20.000 Kunden überwiegend im deutschsprachigen Raum das Produktsystem.
Schulden und Vermögen
Die Schulden belaufen sich auf rund 1,224 Millionen Euro, betroffen sind 33 Gläubiger. Die Vermögenswerte, darunter gewerbliche Schutzrechte, Patente, Software- und Lizenzrechte sowie Sachanlagen und Vorräte, werden mit rund 1,124 Millionen Euro bewertet. Damit dürfte die Deckungsquote für die Gläubiger nahezu bei 100 Prozent liegen – vorausgesetzt, die Verwertung der Vermögenswerte läuft wie kalkuliert.
Keine Zukunft
Eine Fortführung wird nicht angestrebt – die Firma soll liquidiert werden. Ob die Patente und Technologien von Mana Health von anderen Unternehmen übernommen werden, ist derzeit laut AKV offen. Die Verwertung des Vermögens obliegt dem noch zu bestellenden Insolvenzverwalter.
Source:: Kurier.at – Wirtschaft



