Vier Spiele zur WM: Wie die ÖFB-Frauen den Coup schaffen wollen

Sport

Das Ziel ist Brasilien. Doch der Weg führt das österreichische Nationalteam zunächst einmal nach Pristina. Heute (18 Uhr/live ORF 1) spielen die ÖFB-Frauen im Fadil-Vokrri-Stadion gegen Kosovo – inklusive den Rückkehrerinnen Sarah Zadrazil, Lilli Purtscheller und Marie Höbinger.

Worum geht es? 

Österreich müsste zwei Hürden (vier Spiele) nehmen, um an der WM in Brasilien teilnehmen zu können. Schafft man in Hin- und Rückspiel den Sieg gegen den Kosovo, folgen zwei Spiele gegen Israel oder (eher) gegen die Schweiz. Auch wenn die Schweizerinnen zuletzt große Schritte gemacht haben, ist ÖFB-Mittelfeldspielerin Annabel Schasching optimistisch: „Die Chance, zur Weltmeisterschaft zu fahren, ist realistisch.“ Oder, wie es Sarah Zadrazil formuliert: „Es sind nur vier Spiele auf dem Weg zur WM!“

Wer ist in Pristina Favorit?

Mit Kosovo spielt die Nummer 84 der Welt aus der Nations-League-C gegen die Nummer 23, Österreich, aus Liga A. Die Rollen sind ganz klar verteilt. Die Österreicherinnen nehmen die Favoritinnenrolle voll an.

Wo liegen die Stärken der Kosovarinnen?

Die Entwicklung des Frauenfußballs im Kosovo ist noch nicht weit fortgeschritten, das Interesse gering – was man wohl an leeren Rängen erkennen wird. Mit einer neuen Teamchefin ist die Taktik des Kosovo auch eine Black Box. Die Stärken haben ganz klare Namen: Zum einen Erëleta Memeti von Frankfurt – und dann wäre da mit Modesta Uka eine weitere dribbelstarke Offensivkraft, die derzeit mit der Wiener Austria für Furore sorgt. „Sie hat einen super Lauf, eine tolle Technik und einen starken linken Fuß“, weiß Virginia Kirchberger-Prohaska, eine von sechs Austrianerinnen im ÖFB-Team, die sich auf das Duell mit „Modi“ freut. „Wir haben viele Späße über das Match gemacht, aber sie fürchtet sich sicher mehr als wir.“

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Uka entgegnete in kosovarischen Medien: „Es werden zwei schwere Spiele, aber wir glauben an uns und gehen nicht mit dem Gedanken heran, dass es unmöglich ist.“ Nichtsdestotrotz: Die Österreicherinnen werden das Spiel dominieren wollen und viel Ballbesitz haben. Die Konter und die Ballkontakte der beiden Kosovo-Stars will man gering halten.

Die ÖFB-Männer beschwerten sich in Pristina über den Rasen. Wird er wieder Thema sein?

Ja, aber die Spielerinnen nehmen’s mit Humor: „Es ist kein Geheimnis, dass man im Frauenfußball nicht jede Woche auf perfektem Rasen spielt“, sagt Kirchberger. Man rechne mit einer höheren Fehlerquote im Passspiel, will darauf schnell reagieren. „Die Spielweise werden wir nicht verändern, aber werden abwägen, wo ein Kurzpassspiel und wo ein langer Pass sinnvoller ist und das Risiko in manchen Zonen anpassen“, sagt Schasching.

Wie hat sich die Spielweise unter Söndergaard generell geändert?

Lars Söndergaard steht heute zum dritten Mal in der Coachingzone der Österreicherinnen. Mit dem Trainerwechsel stellte das Nationalteam auch die Spielweise um, von vorwiegend Pressing auf mehr Ballbesitz. „Wir spielen viel über das Zentrum, wollen Dinge fußballerisch lösen. Wir haben jetzt sicher mehr Spielkontrolle“, sagt Zadrazil.

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Source:: Kurier.at – Sport

      

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