E-Auto-Aufbruch bei VW: „Ohne Elon Musk wäre mein Job erheblich schwerer gewesen“, sagt der Chefstratege

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VW-Chefstratege Michael Jost.

Volkswagen hat sich entschieden: In Wolfsburg setzt man alles auf das E-Auto. Das ist die Zukunft, ist VW-Chefstratege Michael Jost überzeugt.
Mit dem ID.3 — dem ersten E-Auto von VW, das als reines Elektrofahrzeug entwickelt wurde — leitet der Konzern seinen Aufbruch in die Elektromobilität ein. Bereits jetzt sind alle vorbestellbaren Modelle des Wagens ausverkauft, obwohl er auf der Internationalen Automobil-Ausstellung (IAA) in der kommenden Woche zum ersten Mal präsentiert wird.
Dass der E-Auto-Boom in Deutschland auf sich warten lässt, liegt nicht an der Nachfrage, sondern am bisher eher spärlichen Angebot von Modellen, sagt Chefstratege Jost.
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Der von vielen so lang ersehnte E-Auto-Boom sollte besser früher als später kommen — zumindest VW dürfte das hoffen. Denn der deutsche Traditionsautobauer hat sein Geschäftsmodell wie kaum ein anderer auf Elektromobilität gedreht. E-Autos sind die Zukunft, Verbrenner werden mit der Zeit verschwinden. Darauf setzt und wettet man in Wolfsburg. Ein ambitionierter Plan, den sich der Konzern vorgenommen hat. Und Tesla-Chef Elon Musk dürfte auch einen kleinen Teil dazu beigetragen haben.

VW-Chefstratege Michael Jost jedenfalls brennt für die Aufgabe, den Autokonzern auf Elektro umzurüsten: „Unsere Entwickler arbeiten in den nächsten Jahren de facto an der letzten verbrennerischen Plattform“, sagt er im Gespräch mit Business Insider. „Das hört sich einfach an, hat aber enorme Auswirkungen auf alles, was wir tun. Elektrotransformation ist kein notwendiges Übel, sondern unser zukünftiges Geschäftsmodell.“

Danke, Elon!

Rund 22 Millionen E-Autos will VW in den kommenden zehn Jahren bauen. Den strukturellen Wandel lässt sich der Konzern bis 2023 etwa 30 Milliarden Euro kosten, berichtet unter anderem das „Handelsblatt“. Das sind stolze Zahlen. „Wir haben deshalb einen modularen E-Antriebsbaukasten (MEB) aufgesetzt. Dieser MEB ist beliebig skalierbar in China, den USA und Europa. Insgesamt wollen wir in den nächsten Jahren 70 Modelle auf den E-Plattformen des Konzerns bauen“, sagt Jost.

Dass Deutschlands Autobauer, und insbesondere VW, heute derart auf E-Mobilität setzen, ist offenbar auch ein Verdienst von Tesla-Gründer Elon Musk. Der Tech-Visionär habe große Teile dazu beigetragen, die Basis für den heutigen Erfolg des E-Autos zu legen, findet Jost. „Ohne Elon Musk wäre mein Job erheblich schwerer gewesen“, sagt der VW-Chefstratege. „Es ist jetzt schon nicht leicht, einen Konzern auf E-Mobilität auszurichten. Man muss einen guten Plan haben und Menschen überzeugen.“ 70 bis 80 Prozent des Unternehmens seien jedoch inzwischen davon überzeugt, dass es der richtige Weg ist.

„Elon Musk hat uns durchaus geholfen. Wir haben uns angeschaut, wie er das macht und wie wir das machen wollen. Auch heute fragen wir uns noch: Wo ist er noch besser als wir und wo müssen wir ihn überholen, und wo vielleicht auch nicht“, so Jost.

„Wir bauen keine Autos für Millionäre, sondern für Millionen“

Eigentlich ist Tesla für VW ein Konkurrent auf dem E-Auto-Markt — sollte man zumindest meinen. In Wolfsburg findet man jedoch überraschend positive Worte, was den Autobauer aus dem Silicon Valley angeht. „Tesla kann vieles besser, weil das Unternehmen keine installierte Basis hat. Wir haben einen riesigen Apparat, den wir transformieren müssen. Das hat ein Elon Musk nicht. …read more

Source:: Business Insider.de

      

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