Spiegelfeld nach Hoppala: „Krone richten, Haare richten“

Kultur

„Sommerzeit – und das Leben ist leicht und unbeschwert“, könnte man in Übersetzung von Gershwin sagen. Im ORF gehört zu diesem Gefühl bereits seit sechs Jahren die Dokureihe „Herrschaftszeiten!“ Nachdem aufgrund der langen Fußball-WM bisher nur auf Wiederholungen gesetzt wurde, stehen nun drei neue Schlossbesuche an. Am Dienstag, 4. August (21.05 Uhr, ORF3) startet die Saison mit Schloss Stainz in der Weststeiermark.

Dieser Besuch war Johann-Philipp Spiegelfeld „schon lange ein Anliegen“, sagt er. Einerseits, weil er nach seinem Verwandtschaftsbesuch auf Schloss Schenna (Südtirol) der Familie Meran auch im Stammhaus einen Besuch abstatten wollte. Andererseits, weil es kein Geringerer als Erzherzog Johann war, der dort einst residierte. „Der schönste Name der Welt“, sagt Spiegelfeld, der denselben Vornamen trägt, mit einem Augenzwinkern. „Man sieht ja auch wirklich viel dort“, sagt er im KURIER-Gespräch. „Ich glaube, wir erfüllen den Bildungsauftrag des ORF – neben meinen kleinen Späßchen – voll.“

Der Besuch bei Franz und Angelika Meran beinhaltet auch eine Museumsführung. Das ehemalige Augustinerchorherrenstift (1785 aufgelassen) beherbergt drei Museen – eines über Erzherzog Johann. Über dessen bekannte Liebesgeschichte mit Anna Plochl sagt Spiegelfeld in der Sendung: „Sie ist für mich in Sachen Romantik durchaus mit Paaren wie Benni Raich und Marlies Schild oder Susi & Strolchi zu vergleichen.“

„Ich bin mit mir im Reinen, deshalb hab’ ich auch überhaupt kein Problem, über mich selber zu lachen.“

Balzende Auerhähne

Das traditionelle Gespräch nach dem Abendessen wird diesmal in einer urig-romantischen Jagdhütte geführt. Zu seiner Überraschung muss Spiegelfeld dort übernachten und um vier Uhr früh aufstehen, um mit Franz Meran auf die Pirsch zu gehen. Auf dem Balzplatz der Auerhähne geht es dann wenig romantisch zu.

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„Ein Tierporno“, scherzt Spiegelfeld in der Szene, zeigt aber im Gespräch Respekt: „Da merkt man, wie wichtig es dem Franz ist, einen Lebensraum für diese Urtiere zu erhalten und das zu beobachten.“ Die beiden saßen in einem Unterstand, während die ebenfalls versteckten Kameraleute das Naturschauspiel einfingen. Spiegelfeld: „Die Interspot produziert auch für ,Universum‘, und man merkt diese Erfahrung. Das sieht man auch bei den spektakulären Drohnenaufnahmen.“

Aufwendig – aber effizient

Spiegelfeld erinnert daran, dass „das alles viel Geld kostet.“ Es sei von Beginn an dasselbe Team am Werk, das entsprechend routiniert sei: „Effizienter und schneller als in drei Tagen kann man das nicht drehen.“ Dennoch gehen sich nicht mehr sechs neue Folgen aus. „Ich bin in meinem Beruf als Pilot nach der Corona-Krise wieder so eingespannt, dass es für mich nicht mehr so einfach ist.“ Drei Sendungen plus eine Ausgabe „Herrgottszeiten“ pro Jahr sei der neue Rhythmus. Im Herbst werde der zweite Klosterbesuch der neuen Reihe gedreht.

Spektakulär werden auch die Bilder von Burg Strechau in der dritten „Herrschaftszeiten“-Folge am 18. August. „Das ist die zweitgrößte Wehranlage in der Steiermark nach der Riegersburg“, sagt Spiegelfeld. Wolfgang Boesch, der dort ein Steyr-Oldtimermuseum aufgebaut hat, habe viel zu erzählen, „aber so, dass man unbedingt zuhören will. Es ist eine Sendung, in der ich relativ wenig geredet habe.“

Hoppala

Im burgenländischen Schloss Kobersdorf (Folge 2 am 11. August) spricht er in gewohntem Ausmaß und beobachtet z. B. den Aufbau fürs dort beheimatete Sommertheater. Selbst …read more

Source:: Kurier.at – Kultur

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