Rendi-Wagner: „Ich werde Spitzenkandidatin“

Politik

In der SPÖ ist erneut eine Führungsdebatte entbrannt. Die Parteichefin gibt sich gelassen.

In den letzten Tagen ist ein alter Disput in der SPÖ erneut entbrannt: die Frage, wer die SPÖ als Spitzenkandidat in die Nationalratswahl führen wird. 

Angefacht wurde die Diskussion durch eine Umfrage des Meinungsforschers Peter Hajek im Auftrag der burgenländischen Genossen. Ergebnis: Mit Hans-Peter Doskozil käme die SPÖ bei den nächsten Wahlen auf 32 Prozent, mit Pamela Rendi-Wagner an der Spitze auf nur 27 Prozent.

Man wolle keine Führungsdebatte anstoßen, betonte Roland Fürst, Geschäftsführer der SP-Burgenland, sogleich. Aus Kärnten gab es für die Umfrage einen Rüffel, Oberösterreichs SPÖ-Chef Michael Lindner nannte die Aktion einen „vollkommen sinnbefreiten Alleingang“.

Salzburgs Landesparteichef David Egger unterstrich, man habe mit Rendi-Wagner eine gewählte Bundesvorsitzende, gleichzeitig streute er Doskozil Rosen. „Hans Peter Doskozil macht einen Topjob und trifft mit seiner klaren sozialdemokratischen Politik den Nagel auf den Kopf“, so Egger gegenüber den Salzburger Nachrichten.

„Nervt mich nicht“

Und die Parteivorsitzende selbst? Sie gibt sich gelassen gegenüber den Querschüssen aus dem Burgenland. „Es ist in der Geschichte der SPÖ immer so gewesen, dass der Parteivorsitzende immer auch der Spitzenkandidat bei der Wahl war“ im Interview auf Puls 24. 

Auf Zwischenrufe aus der eigenen Partei und Diskussionen um die Führung reagiert SPÖ-Chefin in „Milborn“ gelassen: „Nein, es nervt und ärgert mich nicht und es ist kein Überraschungseffekt dabei. Das war so, es ist so“.

Umfragen dürfe man nicht hinterherhecheln, sonst werde man unglaubwürdig. „Politik sollte sich nicht zu sehr an Umfragen orientieren und ihnen auch nicht hinterhergaloppieren“, sagt Rendi-Wagner. Man verliere seine Glaubwürdigkeit, wenn man das tue. „Die Welt steht heute so wie gestern, da hat sich nicht viel geändert.“

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 „Ich bin auf zwei Parteitagen gewählt, ich bin von den Mitgliedern bestätigt und habe mich einer Nationalratswahl gestellt“, sieht sich Rendi-Wagner in ihrer Position sicher. „Ich scheue keine Abstimmung.“ Auf die Frage von Corinna Milborn, ob sie sich einer Kampfabstimmung in der Partei stellen wolle, antwortet die SPÖ-Politikerin aber nicht explizit.
 

„Ich werde Spitzenkandidatin bei der nächsten Nationalratswahl“, sagte sie am Mittwoch im Interview mit oe24.TV.  

Auf die Frage, ob sie die von der SPÖ Burgenland beauftragte Umfrage, in der Doskozil als fiktiver Spitzenkandidat besser abschneidet, treffe, antwortete Rendi-Wagner: „Nein, das trifft mich nicht.“ Es habe in den vergangenen Jahren „sicher hundert Umfragen“, wenn nicht mehr gegeben. Diese änderten sich auch sehr schnell. „Sie ist fix“, meinte die SPÖ-Chefin zu ihrer Spitzenkandidatur. Doskozil sei auch nie tatsächlich gegen sie angetreten.

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Source:: Kurier.at – Politik

      

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